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SG Bietigheim fehlen ein paar Körner zum Sieg

Die SG BBM Bietigheim bleibt in der Champions League der Handballfrauen sieglos. Gegen Vipers Kristiansand gab es trotz der besten Saisonleistung eine 29:33-Niederlage

Mit Haken und Ösen:Hanna Maria Yttereng (Vipers, links) im Duelle mit Julia Maidhof (Bietigheim).Foto: Baumann
Mit Haken und Ösen:Hanna Maria Yttereng (Vipers, links) im Duelle mit Julia Maidhof (Bietigheim). Foto: Baumann

Ludwigsburg. Rums! Krachend landete der Wurf von Stine Jørgensen in der 45. Minute am Pfosten, prallte von dort ins Gesicht von Katrine Lunde und streckte sie nieder. Die erfolgreichste Torhüterin der Welt spielte nach einer Behandlung kurz weiter, musste dann aber vom Feld. Lunde ging zwar K.o., doch ihr Team holte trotz enormer Bietigheimer Gegenwehr den Sieg.

Jørgensens Pfostenknaller leitete beim Stand von 22:24 die entscheidende Phase ein. Der SG blieb das Anschlusstor verwehrt, auf der Gegenseite trafen die Vipers dreimal in Serie. Bietigheim fiel auf 22:27 zurück. Trotz großem Einsatz konnte das dezimierte Team von der Enz die Niederlage n der Ludwigsburger MHP-Arena nicht mehr abwenden.

Die zulässigen 464 Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Beide Teams legten los wie die Feuerwehr. In den ersten 13 Minuten fielen 18 Tore! Bei den Norwegerinnen sorgte Superstar Nora Mørk für Alarm. Die fintenreiche Linkshänderin erzielte im ersten Durchgang sechs Treffer, bereitete einige weitere vor.

Das reichte nicht, um die SG frühzeitig zu distanzieren. Bietigheim agierte mutig und selbstbewusst, setzte Markus Gaugischs Forderung „Kampf und Leidenschaft“ um. So entwickelte sich ein enges Spiel. Großen Anteil daran hatten Julia Maidhof und Antje Lauenroth, die bis zum 14:15-Pausenstand je fünfmal einnetzten. Kristiansand schien die international noch wenig bekannte Maidhof nicht auf der Rechnung zu haben, wurde von deren Dynamik überrascht. Lauenroth hatte einen absoluten Sahnetag erwischt, traf aus der Ecke genau wie beim Gegenstoß.

Der große personelle Unterschied zwischen beiden Teams wurde nach dem Wechsel deutlich. Die BBM-Leistungsträgerinnen mussten teilweise durchspielen, Vipers-Trainer Ole Gustav Gjekstad konnte seinen Assen Pausen einräumen. Nora Mørk blieb, abgesehen von Kurzeinsätzen bei Siebenmetern, bis zur 56. Minute auf der Bank. Das Spiel der Gäste lief dennoch auf Hochtouren. Henny Ella Reistad und Linn Jorum Sulland ließen Bietigheims Rückstand beim 18:22 erstmals auf vier Tore anwachsen. Angeführt von Xenia Smits kam die SG bis zu Jørgensens Holztreffer auf 22:24 heran. Mehr war nicht drin. Am Ende fehlten einige Körner für den ersten Sieg.

Sando: Großer Schritt nach vorne

„Schade, dass wir verloren haben“, meinte Torhüterin Emily Sando, die eine starke Leistung zeigte, „aber das Spiel war für uns ein großer Schritt nach vorne.“ Ähnlich sah es Trainer Gaugisch: „Mit unserer Spielweise können wir zufrieden sein, nicht aber mit dem Ergebnis.“

SG: Sando, Salamakha; Berger, Lauenroth (8), Schulze (1), Naidzinavicius (3/1), Reimer, Smits (5), Østergaard (3), Maidhof (6/2), Jørgensen (3), Braun.

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