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SG-Frauen genießen Ovationen

Die Tür zum Endspiel im EHF-Cup steht für Bietigheims Handballerinnen weit offen. Das Halbfinal-Heimspiel gegen Nyborg Falster gewann die SG mit 38:27.

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Dynamisch: Nina Müller traf fünfmal für die SG.Foto: Baumann

Ludwigsburg. ludwigsburg. In der Ludwigsburger MHP Arena erlebten 2731 Zuschauer ein Handballfest und feierten das BBM-Team mit Standing Ovations. Den 11-Tore-Vorsprung muss das SG-Team am Ostersonntag im Rückspiel in Dänemark verteidigen.

Die Fans sahen eine spektakuläre Partie. Selten hat eine deutsche Frauenmannschaft in einem internationalen Wettbewerb gegen ein dänisches Team so dominiert wie die SG BBM gegen Nyköbing. Gästetrainer Niels Nielsen suchte nicht nach Ausreden. „Es gibt keine Entschuldigung. Bietigheim war klar besser als wir.“

Beide Mannschaften gaben vom Anpfiff weg Vollgas. Beim 7:7 waren nach elf Minuten bereits 14 Tore gefallen. Vor allem Susann Müller und Kristina Kristiansen drückten der Partie in der Anfangsphase den Stempel auf. Die Bietigheimerin ließ es aus dem Rückraum krachen, Nyköbings blonder Wirbelwind setzte tolle Kreisanspiele dagegen und überraschte die BBM-Abwehr mehrfach mit ihren Wurfvarianten.

Ab der 15. Minute übernahm die SG das Kommando. Fie Woller hatte mit einem Dreher von Linksaußen Erfolg, die glänzend aufgelegte Nina Müller mit einem kurz angesetzten Schlagwurf. Bietigheim führte erstmals mit zwei Toren und setzte die Däninnen weiter unter Druck. Aus dem 10:8 wurde innerhalb von drei Minuten ein 14:8. Nyköbings Trainer versuchte BBM zu stoppen und legte die grüne Karte.

Die Enzstädterinnen ließen sich den Vorsprung aber nicht mehr nehmen. Das lag auch an zwei Jokern, die Martin Albertsen ins Spiel brachte. Valentyna Salamakha löste die durchaus gut haltende Tess Wester ab und Kim Naidzinavicius verstärkte die Abwehr. Die Wechsel zahlten sich sofort aus. Salamakha war bestens auf die verdeckten Würfe von Kristina Kristiansen eingestellt und Naidzinavicius fing mit ihrer Reichweite mehrere Kreisanspiele ab.

Der Bundesliga-Tabellenführer nahm einen 19:13-Vorsprung mit in die 2. Halbzeit. Nach dem Wechsel drückte die SG aufs Tempo. Zunächst setzten Maura Visser und Angela Malestein die Akzente und erhöhten auf 24:16. Fassungslos verfolgten die rund 40 aus Dänemark angereisten Fans das Geschehen, während die schwäbischen Fans ihr Team mit Erfolg weiter nach vorne pushten. Bietigheim spielte sich angetrieben von der tollen Kulisse ein einen Rausch. Beim 26:16 betrug die Differenz nach 40 Minuten erstmals zehn Tore.

Martin Albertsen war happy: „Ich bin so was von mega zufrieden. Meine Mannschaft hat eine super Leistung gezeigt“, jubelte der SG-Coach und rief den Zuschauern zu: „Ich hoffe, wir sehen uns im Finale.“ Das Endspiel ist aber noch lange nicht perfekt. „Das war erst ein Anfang“, warnte Albertsen, „wir müssen auch im Rückspiel aggressiv sein.“

SG BBM: Wester (1.-18.), Salamakha (18.-42), Roch; Biltoft, Visser (4/1), Lauenroth (5), Mack (1), N. Müller (5), Smeets (1), Schulze, Baun Eriksen, Naidzinavicius (2), Woller (2), S. Müller (10), Malestein (8/2).