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Handball

SG-Frauen scheitern an Kristiansand

Die Bietigheimer Handballerinnen verpassen die Hauptrunde der Champions League. Nach der 26:34-Heimniederlage gegen Vipers Kristiansand kann die SG den zum Einzug in die Hauptrunde nötigen dritten Platz nicht mehr erreichen.

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Schwerstarbeit:Die Bietigheimerin Anna Loerper gegen Hanna Maria Yttereng (links) und Silje Katrine Waade (Vipers). Foto: Baumann

Ludwigsburg. Nur kurz durften die 1914 Zuschauer auf einen Heimsieg hoffen. Nach einem 20:16-Rückstand hatten Maura Visser und Kim Braun ihr Team in der 41. Minute auf 20:18 herangeführt. Die Norwegerinnen beendeten die BBM-Aufholjagd schnell. Mit einem 6:0-Lauf zogen die Vipers auf 26:18 davon und dem verdienten Sieg entgegen.

Die SG kämpfte vorne wie hinten mit Problemen. Im Angriff mangelte es an guten Ideen und der Abstimmung. Bis zur 8:4-Führung der Vipers nach 15 Minuten hatte die SG schon 13 Angriffe mit Fehlwürfen und Fehlpässen abgeschlossen. Das zog sich über die 60 Minuten durch. Am Ende stand bei den BBM-Frauen eine Angriffseffektivität von nur 39 Prozent zu Buch – die Gäste kamen auf 61 Prozent!

Mangelhafte Erfolgsquote der SG

Bietigheims mangelhafte Erfolgsquote hatte auch mit Vipers-Torhüterin Katrine Lunde zu tun. Die 38-Jährige, die schon alles gewonnen hat, was es an internationalen Titeln zu gewinnen gibt, vereitelte serienweise Torchancen der SG. Ihre Gegenüber Dinah Eckerle, die mit Karolina Kudlacz-Gloc und Luisa Schulze zu den besseren BBM-Spielerinnen zählte, lobte: „Lunde war außerirdisch gut!“

Eckerle nannte gleich noch einen zweiten Grund für die Überlegenheit der Vipers. „Die haben den Handball gespielt, den wir spielen wollten.“ Gegen deren druckvolle Aktionen musste die SG-Abwehr oft offensiv verteidigen, vergaß aber die Absicherung am Kreis. Das freute Hanna Maria Yttereng. Die frühere Bietigheimerin hatte viel zu viel Platz und wurde mit neun Treffern zur erfolgreichsten Werferin des Spiels. „Schön, dass mir gerade hier so viele Treffer glückten“, meinte die Kreisläuferin verschmitzt lächelnd.

Die Defensivleistung seines Teams bemängelte auch Trainer Martin Albertsen: „Von unserer Abwehr bin ich enttäuscht.“ Ärgerlich vor allem die vielen einfachen Tore der Vipers. Wiederholt kassierte die SG wegen mangelhafter Rückzugsbewegung Sekunden nach einem eigenen Treffer aus dem Anspiel heraus ein Gegentor.

Bietigheim hat nach der 26:34-Niederlage zwar keine Chance mehr auf das Erreichen der nächsten Runde, muss aber am Sonntag noch bei CSM Bukarest antreten. International geht es im Januar im EHF-Cup weiter.

SG BBM: Eckerle, Salamakha; Visser (6/5), Rozemalen (1), Lauenroth (2), Ivancok, Loerper (1), van der Heijden (2), Schulze (5), Kudlacz-Gloc (2), Naidzinavicius (1), Woller, Gustin (1), Malestein (3/2), Braun (2). (joh)