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SG-Handballfrauen gelingt die Revanche

Bietigheim gewinnt erstmals den Supercup – Klarer 30:22-Erfolg gegen Pokalsieger Buxtehuder SV

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Pure Freude: Die SG BBM Bietigheim bringt den Supercup nach Hause. Foto: Marco Wolf

Ludwigsburg. Hamburg. Revanche geglückt, Supercup erstmals gewonnen! In Hamburg ließ Handball-Meister SG BBM Bietigheim dem Pokalsieger Buxtehude keine Chance und dominierte die Partie. Das Ergebnis war eine Punktlandung. Die SG bezwang Buxtehude 30:22 – exakt mit diesem Resultat hatte Bietigheim im Pokal-Halbfinale im Mai gegen den BSV verloren.

„Den Sieg beim Supercup haben wir uns mit einer guten Teamleistung verdient“, jubelte BBM-Trainer Martin Albertsen. „Wir wollten kämpfen, gewinnen und unter 23 Gegentoren bleiben – das haben wir geschafft.“ Die Basis für den klaren Sieg legte die SG in der Abwehr. Die bewegliche 6:0-Deckung, aus der einzelne Spielerinnen immer wieder überraschend nach vorne stießen und Ballwege verstellten, schmeckte Buxtehude überhaupt nicht. Allein Linksaußen Lone Fischer war in der Lage den BBM-Riegel zu knacken. Die Nationalspielerin erzielte in der ersten Halbzeit sieben von acht BSV-Toren. Fischer allein konnte die SG natürlich nicht in Verlegenheit bringen.

Allerdings bekleckerte sich auch Bietigheims Angriff in der ersten Halbzeit nicht mit Ruhm. Die Chancenauswertung ließ zu wünschen übrig gut, Fehlpässe und Fangfehler schlichen sich ein. So konnte Buxtehude bis zum 10:8 Kontakt halten, ehe Fie Woller, die mit einigen Drehern und Hebern glänzte, sowie die unermüdliche Kim Naidzinavicius mit den Treffern zum 12:8-Halbzeitstand die erste Viertore-Führung herauswarfen.

Buxtehude startete mit mehr Rückraum-Power in die zweite Hälfte, verkürzte auf 14:12. Größeren Schaden verhinderten Valentyna Salamakha mit zwei starken Paraden und Martin Albertsen, der mit einer Auszeit sein Team wieder auf den richtigen Weg brachte. Seine Botschaft: „Ohne Tempo kann man nicht Handball spielen!“

Fortan legte die SG einen Gang zu. Fünf Tore in Serie sorgten für die Vorentscheidung. Bietigheim hatte jetzt seinen Rhythmus gefunden und ließ „Buxte“ nach dem 19:12 keine Chance zu einer Aufholjagd. Das BBM-Team lag in der Schlussviertelstunde stets mit sechs bis neun Toren vorn und fand Gelegenheit zum Zaubern. Es klappte zwar nicht alles, aber die Rückhandpässe von Karolina Kudlacz-Gloc und Susann Müller sowie Kempa-Zuspiele für Angela Malestein begeisterten die vielen mitgereisten Fans. Besonders laut beklatscht wurde Tess Westers 40-Meter-Wurf ins leere BSV-Tor zum 27:18.

Am Ende gewann Bietigheim 30:22. Zur Freude über die geglückte Pokal-Revanche und den erstmaligen Gewinn des Supercups kam die Gewissheit, dass Bietigheim für die neue Bundesligasaison gerüstet ist. Erster Gegner ist am Samstag in der Ludwigsburger MHP Arena Bayer Leverkusen.

SG BBM: Salamakha, Wester (1), Roth; Biltoft, Rozemalen, Lauenroth (5), N. Müller (1), Ivancok, C. Woller, Schulze (2), Kudlacz-Gloc (1), Naidzinavicius (4/3), Hundahl, F. Woller (4), S. Müller (6), Malestein (6)

Beste Werferinnen bei Buxtehude:Fische (11/5), Bölk (4)