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SG Tabellenführer nach Kantersieg

Ohne ans Limit gehen zu müssen, besiegte Bietigheim die „Wildcats“ von Union Halle-Neustadt 36:17 (17:8). Damit übernahm die SG BBM mit 11:1 Punkten die Tabellenführung der Frauenhandball-Bundesliga vor dem punktgleichen Thüringer HC.

Treffer: Antje Lauenroth überwindet Halles Torhüterin Anica Gudelj.Foto: Baumann
Treffer: Antje Lauenroth überwindet Halles Torhüterin Anica Gudelj. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Wiederholt hatte Trainer Markus Gaugisch gefordert, dass sein Team „die Konstanz auf ein durchgängig hohes Niveau anheben muss“. Im Geisterspiel gegen Halle-Neustadt glückte dies in der ersten Halbzeit noch nicht. Bietigheim startete eindrucksvoll, führte nach zehn Minuten 6:1. Genauso stark wie die SG begonnen hatte, ließ sie nach. Mit langatmigen Angriffen schläferten die Gäste die BBM-Abwehr ein und da sich auch in der Bietigheimer Offensive der Fehlerteufel einschlich, kam der Aufsteiger auf 8:6 heran.

Gaugisch reagierte mit einer Auszeit und brachte sein Team wieder auf Kurs. Die Abwehr wurde aggressiver, zähmte die „Wildcats“ und zwang diese zu Fehlern. Die daraus resultierenden Ballgewinne nutzten vornehmlich Antje Lauenroth, Kim Braun und Amelie Berger zu erfolgreichen Gegenstößen. Die SG zog auf 16:8 davon. Besonders gefeiert wurde kurz vor der Pause Anna Loerper. Der lange verletzten „Lumpi“ glückte mit dem 17:8 ihr erster Saisontreffer.

Loerper ließ nach dem Wechsel sechs weitere Buden folgen, war mit sieben Treffern zusammen mit Antje Lauenroth beste BBM-Werferin. So durchschlagskräftig war bei den „Wildcats“ niemand. Das lag vor allem an der Bietigheimer Defensive. „Wir haben die richtige Einstellung gefunden und lange Zeit konzentriert verteidigt“, lobte Gaugisch sein Team, das den Vorsprung beständig ausbaute. Dabei musste die SG nicht ans Limit gehen. „Es war gut, dass wir uns vor dem Champions League-Spiel am Samstag in Slowenien nicht verschleißen mussten“, freute sich Gaugisch.

SG: Sando, Salamakha; Berger (4), Lauenroth (7), Schulze (3), Naidzinavicius (2/1), Reimer (2), Smits (4), Østergaard (3), Maidhof, Loerper (7/1), Braun (4), Patorra.

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