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SG-Teams trumpfen groß auf

Bietigheimer Erfolge: Männer gewinnen Rixe-Spiel, Frauen das Turnier in Wittlich

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Luca Kihanovic (Bregenz, l.) gegen Dominik Claus (BBM). Foto: Baumann

Ludwigsburg. Bietigheim-Bissingen. International trumpfen die Bietigheimer Männer auf. Am Tag nach dem 36:31-Sieg gegen den ukrainischen Meister Zaporozhye folgte tags darauf in Korntal ein 32:28-Erfolg gegen Bregenz, den Dritten der österreichischen Liga.

Mit den Bietigheimern gewann auch der gute Zweck. Der TSV Korntal kann seinem an den Rollstuhl gefesselten früheren Spieler und Funktionär Jörg Riexinger einen hilfreichen Betrag aus dem Erlös des „Rixe-Spiels“ zur Verfügung stellen. Thomas Schwarz, Korntals sportlicher Leiter, lobte Bietigheims Leistung. „Man muss den Hut vor dieser Truppe ziehen. Die Jungs haben alles gegeben, immer wieder aufs Tempo gedrückt.“

Die SG lag in der ersten Halbzeit stets hinten, beim 5:11 sogar mit sechs Toren. Bis zur Pause kam der Zweitligist auf 16:17 heran. Nach dem Wechsel übernahm Bietigheim das Kommando. Stark präsentierte sich Torhüter Domenico Ebner, erfolgreichster Schütze war Christian Schäfer mit acht Treffern. Eine gute Premiere nach langer Verletzungspause glückte Neuzugang Dominik Claus (3 Tore) und das Bruderduell der linken Rückraumspieler gewann Bietigheims Gerdas Babarskas mit 6:5 Treffern gegen seinen bei Bregenz spielenden Bruder Povilas.

SG-Frauen mit besserem Ende

„Meister wird man in Wittlich nicht“, hatte SG-Trainer Martin Albertsen vor dem Turnier in der Südeifel gesagt. Aber ein Ausrufezeichen konnten die Bietigheimerinnen bei ihrer erfolgreichen Titelverteidigung schon setzen. Im Endspiel glückte den „Prinzessinnen“ beim 30:26-Sieg gegen den Buxtehuder SV die Revanche für die schmerzliche Niederlage im Final Four um den DHB-Pokal. In der ersten Hälfte war Sand im SG-Getriebe und die Enzstädterinnen lagen 13:14 zurück. Mit einer überragend haltenden Tess Wester kam Bietigheim aus der Kabine. Innerhalb von fünf Minuten wurde aus dem Rückstand ein 19:15-Führung. „Buxtes“ Widerstand war gebrochen, Albertsens Team strebte über 24:18 dem Turniersieg entgegen. Einen weiteren SG-Erfolg steuerte Kim Naidzinavicius bei. Die neue BBM-Kapitänin wurde zur besten Spielerin des Turniers gewählt.

Mit Metz und Metzingen schieden beide Gruppensieger am zweiten Tag im Halbfinale aus. Im schwäbischen Duell dominierte Bietigheim. Die TusSies kamen zwar nach einem 16:10-Rückstand bis auf 28:26 heran, doch dann entschied Nina Müller das Spiel. Mit fünf Treffern war sie beim 31:27 gemeinsam mit Kim Naidzinavicius die erfolgreichste BBM-Werferin. Im zweiten Halbfinale bezwang der gerade von einem zehntägigen Trainingslager in Japan zurückgekehrte Buxtehuder SV überraschend Metz (27:26). Damit kam es im Endspiel zur Neuauflage des Halbfinales um den DHB-Pokal – diesmal mit dem besseren Ende für Bietigheim.