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SG BBM

SG trifft auf direkten Konkurrenten

Die SG BBM Bietigheim hatte es in der Handball-Bundesliga bisher oft mit übermächtigen Gegnern zu tun. In das Duell mit dem Traditionsverein VfL Gummersbach geht Bietigheim jedoch auf Augenhöhe.

Bietigheim-Bissingen. In der Handball-Bundesliga ist die SG BBM Bietigheim der große Außenseiter. Kaum ein Experte traut der SG den Klassenverbleib zu. Doch nach acht Spieltagen sind die Bietigheimer zumindest nicht Letzter – dank des 30:29-Derbysieges über Frisch Auf Göppingen. „Wir wissen, dass jetzt die Spiele kommen, die wir punkten müssen“, sagt Trainer Ralf Bader und betont das starke Anfangsprogramm, das nun hinter dem Team liege.

Los geht es morgen um 16 Uhr mit dem Duell beim VfL Gummersbach. Der VfL hat mit zwölf deutschen Meistertiteln und sechs europäischen Landesmeistertiteln eine glorreiche Vergangenheit. Doch zuletzt kämpfte der Club aus dem Oberbergischen Kreis meist gegen den Abstieg. Auch in der aktuellen Saison hat der VfL erst vier Zähler auf dem Konto. „Bisher haben wir unsere Leistung in verschiedenen Situationen abgerufen und dabei auch Grenzen aufgezeigt bekommen“, sagt Bader. „Nun können wir nach Gummersbach fahren und sagen, dass wir wirklich eine Chance haben.“

Druck nicht unnötig erhöhen

Vom bisher wichtigsten Saisonspiel will der Coach dennoch nicht reden. „Wir müssen den Druck nicht unnötig erhöhen. Es ist trotzdem ein Auswärtsspiel.“ Zudem hält er den Gegner für gefährlich. „Was absolut eine Stärke ist, ist ihr Rückraum Mitte, ihr Iraner Pouya Norouzi. Er ist enorm stark und hat gefühlt 50 Prozent der Aktionen. Aber an ihm hängt auch viel.“ Entsprechend wichtig sei es, ihn auszuschalten.

Bader muss dabei noch auf Vetle Rønningen und Dominik Claus verzichten. Außerdem waren unter der Woche einige Spieler erkältet. Nach dem Spiel in Gummersbach folgen die Duelle mit dem TSV GWD Minden (Donnerstag, Ege Trans-Arena) und bei Schlusslicht Ludwigshafen.

Grundsätzlich sieht Bader noch Verbesserungspotenzial in Abwehrarbeit und Gegenstößen. Die Probleme bei Kontern zeigt sich bisher an Martin Marcec. Der Kroate sorgte vergangene Saison in der zweiten Liga für Furore und erzielte 97 Treffer in 34 Spielen. Im Oberhaus kommt er bisher erst auf fünf Treffer. „Natürlich ist die Rückwärtsbewegung in der Bundesliga eine andere. Ich sehe da aber eine Entwicklung, von der auch Martin profitieren wird“, erklärt Bader. Verstärkungsbedarf sieht Bader zum jetzigen Zeitpunkt nicht. „Aktuell ist das gar kein Thema. Es gibt keine Position, die wir nicht selbst aus unserem Team weiterentwickeln könnten. Da vertraue ich auf den Kader, den wir haben.“