Logo

SG-Verfolger hoffen vergeblich auf Ausrutscher

Bietigheimer Bundesliga-Handballerinnen schlagen Frisch Auf Göppingen im Derby 28:24 – Albertsen schont Spielerinnen

350_0900_15187_COSPspor_handball.jpg
Antje Lauenroth(Mitte) setzt sich gegen die Göppingerinnen Klaudia Pielesz (l.) und Johanna Schindler durch.Foto: Baumann

Ludwigsburg. Die Handballerinnen der SG BBM Bietigheim stehen nach dem 28:24 (16:13) Derbysieg bei Frisch Auf Göppingen weiter verlustpunktfrei an der Tabellenspitze der 1. Bundesliga.

Vergeblich hofften die beiden mit je vier Minuspunkten belasteten Verfolger Thüringer HC und Metzingen auf einen Ausrutscher des Ligakrösus aus Bietigheim. Die von der Göppinger Pressestelle als „Goliath ohne Schwachstellen“ angekündigten Enztälerinnen ließen sich am Faschingsdienstag keine Narrenkappe aufsetzen. Knapp 1000 Zuschauer in der Göppinger EWS-Arena sahen ein hart umkämpftes, aber jederzeit faires Derby.

Die Rolle des Davids passte nicht zum beherzten Auftreten des aktuellen Tabellensechsten. Als FAG nach 16 Minuten zum wiederholten Male vom Kreis erfolgreich war (8:7), zog SG-Trainer Martin Albertsen die grüne Karte zur Auszeit Die zeigte Wirkung, denn danach zogen die von 50 SG-Fans angefeuerten Gäste bis zur Halbzeitpause auf 16:13-davon. Der Beginn des zweiten Abschnitts gehörte SG-Linksaußen Martine Smeets, die binnen zehn Minuten vier Treffer erzielte.

Nationalspielerin Kim Naidzinavicius besorgte mit einem Sololauf über das ganze Feld nicht nur das 20:14 (35. Minute), sondern glänzte als Abwehrchefin mit etlichen Ballgewinnen.

Das schwere Spiel von Dortmund noch in den Knochen – das Europapokalspiel am Sonntag gegen Kuban Krasnodar in der Ludwigsburger Arena vor Augen – versuchte der Tabellenführer Kräfte zu schonen, ohne den Sieg zu gefährden. Dieser Spagat ließ Göppingen nach 47 Minuten nochmals auf drei Tore heran kommen (20:23). Zwei schön heraus gespielte Treffer von Antje Lauenroth und Linda Mack zum 20:26, beendeten die Träume der Gastgeberinnen, den Goliath vom Sockel zu stoßen.

SG BBM: Salamakha; Naidzinavicius (5/3), Lauenroth (5), Smeets (5), Malestein (3), Visser (3), Mack (2), Nina Müller (2), Woller (2), Susann Müller (1).