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SG vor dem nächsten Kraftakt

Titelkandidat SC Magdeburg gastiert heute in der Ege Trans-Arena

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Nachdenklich: Trainer Ralf Bader (li.) und Teammanager Jens Rith.Foto: bm

Bietigheim-Bissingen. Wenn Handball-Bundesligist SG BBM Bietigheim die Klasse halten will, müssen auch Überraschungen her wie das 27:26 vor einer Woche in Hannover. Ein Sieg heute gegen den SC Magdeburg wäre sicher mehr als nur eine Überraschung.

Sechs Punkte hat der Aufsteiger nach 13 Saisonspielen auf seinem Konto. Göppingen, Ludwigshafen und zuletzt Hannover bekamen die Kampfkraft und den Siegeswillen des Außenseiters zu spüren und gingen leer aus.

Bietigheim, obwohl noch Tabellenvorletzter, lässt sich nicht abhängen und weist nur zwei Punkte Rückstand auf den Zwölften aus Wetzlar auf.

„Das waren richtige big points für uns“, atmete SG-Trainer Ralf Bader nach dem Coup in Hannover auf, als Christian Schäfer in letzter Sekunde zum Sieg ins leere Tor traf. „Was am Ende passiert ist, passiert nur im Sport“, staunte Bader, der für zwei Spieler ein Sonderlob parat hatte. „Domenico Ebner und Jonas Link waren unsere Matchwinner.“

Torhüter Ebner, der förmlich über sich hinauswuchs und den zweiten Auswärtssieg festhielt, sowie Spielmacher Link, der mit neun Toren zum besten Werfer wurde.

„Zweikämpfe gewinnen und viel Laufarbeit“ – was in Hannover die Basis für ein glückliches Ende war, wird auch heute Abend um 19 Uhr in der Bietigheimer Ege Trans-Arena nötig sein. Denn mit dem SC Magdeburg kommt ein ernsthafter Titelkandidat, dessen Kader nach Platz vier im Vorjahr kaum verändert wurde. Das Team von Trainer Bennet Wiegert liegt mit 24:4 Punkten auf Rang zwei hinter dem immer noch verlustpunktfreien Spitzenreiter und Meister SG Flensburg-Handewitt, der sich am Montag im Topspiel gegen Verfolger Rhein-Neckar Löwen mit 27:20 behauptete.

Der Traditionsverein aus Magdeburg, der zuletzt wenig Probleme mit Lemgo (29:24) und mit Stuttgart (40:27) hatte, weiß mit Nationalspieler Matthias Musche auch den besten Torjäger der Liga in seinen Reihen: 129 Mal hat der Linksaußen bislang schon getroffen. Musche zu stoppen, dürfte eine von mehreren anspruchsvollen Aufgaben für die Bietigheimer sein. SG-Keeper Jürgen Müller ist ein Kenner des Magdeburger Handballs. Der 32-Jährige spielte von 2008 bis 2010 an der Seite von Silvio Heinevetter und Gerrie Eijlers beim SCM. „Ich habe immer noch gute Verbindungen nach Magdeburg“, sagt Müller. „Mit dem jetzigen Trainer Bennet Wiegert habe ich noch zusammengespielt.“