Logo

SG will Platz 1 in Göppingen verteidigen

Bietigheimerinnen gehen erstmals in dieser Saison als Spitzenreiter der Bundesliga in ein Handballspiel

Bietigheim-Bissingen.. Erstmals in dieser Bundesligasaison gehen die Handballerinnen der SG BBM Bietigheim als Tabellenführer in ein Spiel. Bei Frisch Auf Göppingen soll heute (19.30 Uhr/EWS Arena) Platz eins verteidigt werden.

Mit einem hart erkämpften 27:24-Sieg gegen den Thüringer HC stieß die SG am vergangenen Mittwoch den Titelverteidiger vom Thron und übernahm mit 22:0 Punkten selbst die Spitze.

Gleich die erste Aufgabe als neuer Tabellenprimus hat es in sich. Frisch Auf (14:10) ist ein unbequemer Gegner. In unguter Erinnerung hat Bietigheim vor allem das letzte Spiel in Göppingen. Im Februar 2018 schrammte die SG beim 27:27 nach zeitweiligem Sechs-Tore-Rückstand nur äußerst knapp an einer Niederlage vorbei.

In der laufenden Saison überraschten die Filstälerinnen zunächst. Obwohl die tschechische Torjägerin Michaela Hrbkova länger verletzt ausfiel, sammelte das Team von „Mister Cool“, wie Trainer Aleksandar Knezevic gern bezeichnet wird, 12:4 Punkte.

Kurios: Als Hrbkova ins Team zurückkehrte, setzte es drei Niederlagen in Folge, davon zwei unerwartete vor eigenem Publikum gegen Buxtehude und Blomberg. Zuletzt funktionierte das Zusammenspiel aber wieder: Das Team vom Hohenstaufen gewann bei der Neckarsulmer SU 33:26, Hrbkova steuerte 16 Treffer bei.

Auch wenn sich Bietigheim im Europacup schwertut, so ist man doch auf nationaler Ebene die einzige Bundesligamannschaft mit weißer Weste. Neben elf Meisterschaftsspielen gewann das Team von Martin Albertsen auch die drei DHB-Pokalspiele. Die Erfolgsserie soll heute beim schwäbischen Rivalen fortgesetzt werden.

Um in Göppingen zu siegen, muss die SG vor allem gegen die mit viel Körpereinsatz agierende 3:2:1-Abwehr der Grün-Weißen gute Lösungen finden. Beim Pokalspiel, das die SG am 31. Oktober zu Hause mit 30:24 gewann, funktionierte das nach anfänglichen Problemen ordentlich.

Da Göppingen im Abwehrzentrum die Räume eng machte, brachte Bietigheim verstärkt seine Außen ins Spiel. Davon profitierten vor allem Kim Braun (6 Tore) und Angela Malestein (5). Der Sieg musste dennoch hart erkämpft werden: 19 Siebenmeter und 18 Strafminuten wurden in dieser Partie verhängt.

Kampf war Trumpf. Das dürfte auch heute der Fall sein. Bietigheim ist spielerisch sicher überlegen, das allein wird aber nicht reichen. Einsatz ist gefragt. Da nach der 27:32-Niederlage im EHF-Pokal gegen Esbjerg nur wenig Erholungszeit blieb, wird das zur Herausforderung. (joh)