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Handball

Standesgemäßer Auftaktsieg für SG

In doppelter Hinsicht geglückt ist der Saisonauftakt der Bietigheimer Handballerinnen. Die SG BBM gewann gegen die Vipers aus Bad Wildungen 35:25 (16:11) und das Hygienekonzept in der Ludwigsburger MHP-Arena bestand seine Bewährungsprobe in der Bundesliga.

Volle Kraft voraus: Bietigheims Luisa Schulze (rot) setzt sich durch.Foto: Baumann
Volle Kraft voraus: Bietigheims Luisa Schulze (rot) setzt sich durch. Foto: Baumann

Ludwigsburg. „Für das erste Spiel war das ganz okay“, freute sich der neue Trainer der SG BBM Bietigheim, Markus Gaugisch, nach dem 35:25-Erfolg über die Bad Wildungen Vipers zum Bundesliga-Auftakt der Handballerinnen. „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, hatten aber auch Schwächephasen, die mir nicht gefallen haben.“

In der ersten Hälfte wurde Gaugischs Handschrift deutlich. Die neuformierte SG wirbelte die Gästeabwehr mit variablen Spielzügen durcheinander. Xenia Smits und Kim Naidzinavicius harmonierten prächtig. „Wir haben über 80 Trainingseinheiten absolviert, da kennt man sich schon ganz gut und weiß, wo der Ball hin muss“, freute sich Smits über die gelungenen Aktionen.

Zur Überlegenheit der SG in den ersten 30 Minuten trugen mit Emily Sando und Stine Jørgensen zwei weitere Zugänge bei. Sando meisterte unter anderem zwei Siebenmeter. Jørgensen machte das, was man sich von ihr erhofft und hämmerte den Ball aus der zweiten Reihe in die Maschen. Die Abwehr hatte noch Abstimmungsprobleme, was vor allem die ehemalige SG-Spielerin Jana Scheib ausnutzte. Die von einem Fanblock aus ihrem Heimatort Oppenweiler unterstützte 19-jährige Linkshänderin war besonders motiviert: „In der MHP-Arena habe ich mein erstes Bundesligaspiel mit Bietigheim gemacht. Es ist immer wieder schön, zurück zu kommen.“ Mit fünf Treffern wurde sie zur besten Werferin der Vipers, holte daneben noch einige Strafwürfe heraus.

Angeführt von Scheib kam Bad Wildungen in der zweiten Hälfte nach einem 24:16-Rückstand bis zur 50. Minute auf 27:23 heran. In der Schlussphase rückte Bietigheim die Verhältnisse wieder zurecht. Julia Maidhof, die Bundesliga-Torschützenkönigin der letzten Saison, stellte ihre Treffsicherheit unter Beweis, wurde mit acht Buden zur erfolgreichsten Werferin. Rechtsaußen Amelie Berger setzte den Schlusspunkt zum 35:25 und verdiente sich ein Extralob von Gaugisch: „Sie hat das klasse gemacht. Nach Trine Østergaards Ausfall trug sie auf Rechtsaußen die Verantwortung und gab 60 Minuten lang Vollgas!“ Zugang Østergaard (Wadenprobleme) und die für den Notfall bereitstehende, aber angeschlagene Karolina Kudlacz-Gloc wurden nicht eingesetzt.

Am Mittwoch, 19:30 Uhr, empfängt die SG in der MHP-Arena den Thüringer HC.

SG BBM: Sando; Salamakha; Berger (5), Lauenroth (7), Schulze (1), Naidzinavicius (5/2), Reimer, Smits (5), Maidhof (8/5), Jørgensen (4).

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