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2. Handball-Bundesliga

Stimmung bei der SG BBM Bietigheim nach Niederlage gegen HC Elbflorenz auf Tiefpunkt

2. Handball-Bundesliga: Nach der 24:26-Niederlage gegen Dresden bekommt das Team eine lautstarke Standpauke

Iker Romero. Archifoto: Baumann
Iker Romero. Archi Foto: Baumann

Ludwigsburg. Trainer Ikero Romero war stinksauer. Direkt und wortlos verließ er am Freitagabend nach der 24:26-Niederlage seiner SG BBM Bietigheim gegen den HC Elbflorenz den Innenraum der MHP-Arena. In den Katakomben kassierte der Spanier den obligatorischen Kasten Feierabend-Bier, schleuderte ihn vor die Tür und hielt den Spielern des Handball-Zweitligisten anschließend eine zehnminütige lautstarke Standpauke, die auch bei geschlossener Kabinentür deutlich zu hören war.

„Ich finde an dem Spiel nichts Positives. Und das, obwohl ich eigentlich ein positiver Mensch bin“, sagte der aufgebrachte Spanier wenig später auf der Pressekonferenz. „Wir bekommen hier vom Verein so gute und professionelle Bedingungen und liefern dann so etwas ab. “

Die Bietigheimer kamen vor nur 711 Zuschauern zu Beginn nicht richtig ins Spiel. In der Abwehr fehlte es an Konsequenz, im Angriff an Ideen. Das lag aber auch ein der guten Arbeit der Sachsen. Die Folge war eine 7:4-Führung der Gäste bis zur 14.Minute. SG-Coach Romero nahm die erste Auszeit. Doch Bietigheim hatte mit den Dresdnern weiter große Mühe. Jonathan Fischer wurde am Kreis komplett zugestellt und bekam kaum einen Ball, meistens blieb der SG nur der Wurf aus dem Rückraum.

Zur Halbzeit noch auf Kurs

Hierbei war vor allem Link erfolgreich, der mit seinem dritten Treffer das 8:10 erzielte (24. Minute). Weil Dresden das Tempo nicht bis zum Seitenwechsel halten konnte, gelang Juan de la Peña kurz vor der Pause den 11:12-Anschlusstreffer und im direkten Gegenzug hielt SG-Keeper Nick Lehmann stark. Mit dem Jubelschrei der Glanzparade ging es in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel gelang Bietigheim auch der Ausgleich durch Dominik Claus. Aber danach ließ sich die SG durch mehrere umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen aus dem Rhythmus bringen und fiel auf 12:15 zurück. Und dabei blieb es nicht. Zudem stellte Dresden mit Erfolg die Abwehr um. Die Gastgeber hatten völlig den Faden verloren. Bis zur 51. Minute zog Dresden auf 20:14 davon. Den Bietigheimern waren bis dahin in der zweiten Hälfte nur drei Treffer gelungen – in fast 21 Minuten.

Romero wirkte in einer Auszeit noch einmal auf sein Team ein. Seine Worte zeigten Wirkung: Vor allem über den Kampf kamen die Bietigheimer wieder etwa heran. Per Siebenmeterverkürzte Schäfer in der 57. Minute auf 19:22. 70Sekunden vor Ende des Spiels tankte sich Claus zum 22:24 durch. Aber auf die Dresdener setzten ihre Nadelstiche. Mit dem folgenden 22:25 durch Ivar Stavast war das Spiel entschieden. „Wir haben uns überlaufen lassen. Das ist richtig bitter“, sagte der enttäuschte Link nach der Partie.

SG BBM: Lehmann; Vlahovic (1), Claus (5), Öhler, Dahlhaus, Schäfer (3/2 Siebenmeter), de la Peña (5), Barthe (1), Link (3), Weßeling (3/2), Pfeifer (2), Fischer (1).

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