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Viel Sand im Getriebe bei der SG

Mit einer klaren 26:33-Heimniederlage gegen den dänischen Meister Team Esbjerg starteten die Handballerinnen der SG BBM Bietigheim gestern in die Champions League.

Mit Haken und Ösen: Marit Rosberg (Esbjerg, links) im Duell mit Stine Jorgensen (Bietigheim). Foto: Baumann
Mit Haken und Ösen: Marit Rosberg (Esbjerg, links) im Duell mit Stine Jorgensen (Bietigheim). Foto: Baumann

Ludwigsburg. Der Erfolg der Gäste war auch in der Höhe verdient. Mitte der zweiten Halbzeit lag Bietigheim beim 18:29 bereits elf Tore zurück. Weil die bis dahin nahezu fehlerlosen Däninnen in der Schlussphase einen Gang zurückschalteten, konnte die SG vor 320 Zuschauern in der Ludwigsburger MHP-Arena noch Ergebniskosmetik betreiben.

Esbjerg präsentierte sich als bestens eingespieltes Team, bei Bietigheim war viel Sand im Getriebe. „Unsere Angriffe sind immer wieder ins Stocken geraten“, ärgerte sich Luisa Schulze, „wir wussten, dass Esbjerg sehr variabel verteidigt und haben uns im Training darauf vorbereitet. Aber wir konnten es im Spiel nicht umsetzen.“

Die Folge waren bereits in der ersten Halbzeit 19 Ballverluste durch Fehlpässe, Fangfehler und schwache Würfe. Esbjerg spielte auf einem anderen Level. Die flinke Spielmacherin Sonja Frey war ein ständiger Unruheherd, konnte von der SG-Abwehr nie unter Kontrolle gebracht werden. „Es ist meine Aufgabe, Lücken für meine Mitspielerinnen zu reißen, sie in Wurfposition zu bringen. Das ist heute gut gelungen“, freute sich die Österreicherin, die nebenbei selbst fünf Tore erzielte.

Von Freys Aktionen profitierte auch Mette Tranborg, die sieben Rückraumtreffer beisteuerte. Zudem gewann die aus Odense nach Esbjerg gekommene Linkshänderin den Vergleich mit ihrer früheren Mannschaftskameradin Stine Jørgensen. „Ich hatte mich auf dieses Duell gefreut und mir vorgenommen, sie richtig hart zu attackieren“, erzählte Tranborg nach Partie grinsend.

SG-Trainer Markus Gaugisch versuchte mit personellen und taktischen Änderungen, wie der zeitweiligen Umstellung auf eine offensive 3:2:1-Abwehr, das Blatt zu wenden. Die Gäste ließen sich davon nicht beeindrucken, waren auf jeder Position besser.

Bei der SG genügten nur Trine Østergaard und Kim Braun den Ansprüchen. Die Dänin erzielte beim 3:3 und 4:3 ihre ersten beiden BBM-Tore, bereitete auch Antje Lauenroths 5:5-Ausgleich vor. Danach wurde Bietigheim überrollt. Esbjerg zog auf 12:6 davon, legte den Grundstein für den Sieg.

SG BBM: Sando, Salamakha; Berger (1), Lauenroth (1), Schulze (4), Kudlacz-Gloc (2), Naidzinavicius (3),Reimer, Smits (2), Østergaard (2), Maidhof (5/3), Jørgensen (3), Braun (3).

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