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Hockey

Abstiegskampf spitzt sich für den HCL zu

Nach einer 3:9-Niederlage gegen Spitzenreiter Mannheim steht Ludwigsburg in der Hallenhockey-Bundesliga gewaltig unter Druck

Zwei Treffer von ihm reichen nicht: Matthias Schurig. Foto: Baumann
Zwei Treffer von ihm reichen nicht: Matthias Schurig. Foto: Baumann

Ludwigsburg. In den Schlussminuten der Hallenhockey-Partie gegen den Mannheimer HC spielte der HC Ludwigsburg nochmal einen langen Ball in die Spitze. Manuel Baitis und Matthias Schurig versuchten beide alles, um das Spielgerät zu erreichen, behinderten sich aber gegenseitig und fielen übereinander zu Boden. Der Ball rollte ins Aus.

Die Szene war symptomatisch für die 3:9-Niederlage des HCL gegen den Bundesliga-Tabellenführer. Die Ludwigsburger spielten vor über 400 Zuschauern in der Alleenhalle engagiert und hielten vor allem in der ersten Hälfte gut mit. Aber es fehlte erst das Glück und am Ende die Kraft. „Ich denke nicht, dass Mannheim hier heute ein spektakuläres Spiel gemacht hat. Aber die gewinnen 9:3, weil sie keine Fehler machen“, sagte HCL-Trainer Daniel Weißer. „Wir haben es in der ersten Halbzeit sehr ordentlich gemacht.“

Das Topteam zeigte gleich zu Beginn seinen Anspruch und startete ohne Torhüter, dafür mit einem zusätzlichen Feldspieler in die Begegnung. Ludwigsburg überstand die dreiminütige Feldüberzahl des Gegners unbeschadet.

Nach 14 Minuten war es dennoch soweit: U 21-Nationalspieler Justus Weigand traf zum 1:0, nur zwei Minuten später erhöhte Raphael Hartkopf – ebenfalls U 21-Nationalspieler – auf 2:0. Immer wieder hatte auch der HCL Gelegenheiten, nutzte diese aber längst nicht so konsequent wie die Gäste. Erst zwei kurze Ecken brachten für Ludwigsburg Erfolg: Zweimal war Matthias Schurig erfolgreich. Eine weitere Großchance nach einer Strafecke ließ Rafael Schmidt aus.

Stattdessen schlug Weigand bis zur Pause doppelt zu. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich mit weiterem Spielverlauf immer mehr die Klasse des Gegners. Mit viel Ruhe ließ der MHC den Ball laufen und erhöhte bis zur 44. Minute auf 2:6. Coach Weißer ging nochmal ins Risiko und nahm den Torhüter vom Feld, der MHC ebenfalls. Zwar kam Ludwigsburg dadurch zum 3:6-Anschluss durch Felix Mayer, aber Mannheim zeigte keine Schwäche und traf drei weitere Male ins Tor der Gastgeber. Dem HCL bleiben drei Spiele, um den Klassenverbleib zu schaffen. Entscheidend wird dabei das kommende Wochenende sein. Zunächst empfangen die Rothemden am Samstag den SC Frankfurt 1880, am Folgetag geht es zum Nürnberger HTC. „Die Spieler wissen, dass wir Frankfurt schlagen können. Wenn du das verlierst, ist das Thema erledigt“, sagt Weißer.

HCL: Fili; Baitis, Fischer, Brönnimann, Huber, Josek, Koffler, Mayer (1), R. Schmidt, S. Schmidt, L. Schurig, M. Schurig (2).

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