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Volleyballer in der 3. Liga
Barock Volleys des MTV Ludwigsburg werden auf links gedreht

Trainer Markus Weiß (Mitte) muss ein neues Team formen. Foto: Baumann
Trainer Markus Weiß (Mitte) muss ein neues Team formen. Foto: Baumann
Die Volleyballer des MTV Ludwigsburg gehen nach dem verpassten Aufstieg in die neue Saison. Ihr Auftakt wurde verschoben, was dem Team von Trainer Markus Weiß in die Karten spielt.

Ludwigsburg. Training der MTV-Volleyballer in der Alleenhalle in Ludwigsburg. Als sich vor der zweistündigen Einheit die komplette Mannschaft zur kurzen Besprechung versammelt, geht einer unter: der Trainer. Markus Weiß ist mit seinen 1,72 Meter im Gedränge der fast Zwei-Meter-Hünen kaum zu sehen. Und trotzdem schauen die Spieler zu ihm herauf. „So wie unser Trainerteam aufgestellt ist, gibt es keine Mannschaft, die da mithalten kann“, meint Neu-Kapitän Steffen Haußmann. Jugendspieler Raphael Noz ergänzt: „Es ist ein überragendes Trainerteam, da werde ich viel lernen.“ Mit Weiß’ Trainererfahrung soll er der Mannschaft zum Aufstieg in die 2. Liga verhelfen.

Die Barock Volleys, wie alle Volleyball-Mannschaften des MTV seit diesem Jahr heißen, haben in der vergangenen Spielzeit nur knapp den Aufstieg verpasst. Die Relegationsspiele gegen den VC Eltmann wurden abgesagt, da die Plätze in der 2. Bundesliga Süd alle bereits belegt waren. In der Sommerpause kam es dann zum Umbruch in der Mannschaft. Nur fünf Spieler sind dem Kader erhalten geblieben, neu dabei stattdessen neun Zugänge.

Auftakt am 1. Oktober gegen USC Freiburg

Ein Lichtblick: Der Saisonstart ist verschoben worden. Statt der ersten Partie am kommenden Wochenende findet der Auftakt am 1. Oktober gegen den USC Freiburg statt. Das spielt dem MTV in die Karten, meint auch Weiß, denn so hat die Mannschaft mehr Zeit, sich einzuspielen. Auch der Altersdurchschnitt wurde durch den Umbruch um drei Jahre gesenkt. Weg sind neben Niklas Henseling, Felix Baumann und Bernd Neuffer auch Ex-Kapitän Tin Tomic.

Sein Ersatz ist Steffen Haußmann, der inzwischen seit sieben Jahren an Bord des MTV ist. „Man kennt die Truppe, man kennt das Umfeld, deswegen habe ich die Rolle gerne angenommen“, meint der 27-Jährige. Die neuen jungen Spieler will er als Routinier und Spielführer an die Hand nehmen. „Ich versuche, sie ranzuführen und ihnen Sicherheit zu geben.“

Jugendspieler Raphael Noz rückt ins Herrenteam auf

Einer dieser Jugendspieler ist Raphael Noz. Im Mai wurde Noz deutscher Meister mit der U18 des MTSV Ludwigsburg-Schmiden, jetzt darf er die erste Mannschaft unterstützen. Ganz neu sind die Männermannschaften aber nicht: „Ich war vorher am Bundesstützpunkt in Friedrichshafen und habe dort Zweitligaluft geschnuppert.“ Trotzdem ist es auch für Noz eine ungewohnte Aufgabe. In Friedrichshafen waren neben ihm nur Jugendspieler. „Ich denke, dass ich vom Trainerteam noch viel lernen kann“, meint der 17-Jährige.

Weitere Neuzugänge neben Noz sind Felix Klaue aus Fellbach – der Wunschtransfer von Trainer Weiß –, Timo Metzethin von der Allianz Stuttgart oder der ehemalige Spieler aus der eigenen Jugend Moritz Langjahr, der wie Klaue auch vom TSV Fellbach in die Barockstadt gewechselt ist. Außerdem gab es Verstärkung aus der zweiten Mannschaft in Form von Marcus Stern. Auch auf der Bank sitzt ein neues Gesicht. Neben Cheftrainer Weiß, der in sein drittes Jahr nach der Rückkehr zum MTV geht, coacht ab dieser Saison auch Jonas Hanenberg. Er bringt Erstliga-Erfahrung mit ins Team, Hanenberg spielte 2010 beim TV Bühl.

Markus Weiß rechnet noch nicht mit Aufstieg

Bei der Zielsetzung der Saison sind sich die Beteiligten einig. Trainer Weiß rechnet nicht mit dem Aufstieg, zumindest noch: „Wir sind in einer Umbruchphase, wo wir sicher im oberen Teil wieder mitspielen können, aber für ganz oben wird es nicht reichen.“ Topfavorit ist seiner Meinung nach der TV Bühl. Haußmann ergänzt: „Wir wollen oben mit dabei sein, aber das, was am Ende in der Tabelle steht, fasst den Saisonverlauf, glaube ich, ganz gut zusammen.“ Abteilungsleiter Frank Racky hat den Aufstieg aber schon fest eingeplant: „In dieser Saison kann es sein, dass wir nur oben mitspielen. Spätestens nächstes Jahr steigen wir auf, da lege ich mich fest“, meint Racky selbstbewusst.