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Batinli holt nächsten WM-Titel

Thaiboxerin aus Asperg setzt ihr erfolgreiches Jahr mit weiterem Gürtel fort

Deniz Batinli. Foto: privat
Deniz Batinli. Foto: privat

Asperg. Und da verschwand die frisch gekürte Thaiboxweltmeisterin Deniz Batinli unter der Jubeltraube ihrer Fans auf dem Boxring nach dem Kampf. Die 22-jährige Aspergerin hatte zuvor im Thaiboxduell der AFSO im Leichtgewicht bis 61,2 kg gegen die 4-fache Bangla-Muay-Thai-Titelträgerin Gemma Pike (Australien) in der Technotherm-Halle in Eschenbach ihren 6. WM-Titel errungen.

Damit hat sie in drei verschiedenen Verbänden (ISKA/WFMC/AFSO) in diesem Jahr einen Titel gewonnen. „Das sind im Thai- und Kickboxen die drei größten Verbände. Alle drei zu gewinnen ist absolute Seltenheit“, sagt Halil Batinli, Vater und Trainer von Deniz Batinli.

Funktionäre wählen den Gegner aus

Dabei wählen die jeweiligen Verbandspräsidenten nach interner Besprechung mit den Funktionären die besten zwei Profis nach ihrer Anzahl der Kämpfe und ihrer Kampfbilanz aus. „Mit Gemma Pike hatte Deniz eine ebenbürtige Gegnerin. Sie hatte 39, während Deniz 40 Kämpfe in der A-Klasse vorwies“, erklärt Halil Batinli.

Den 600 Zuschauern bot sich gleich in der ersten Runde ein offener Schlagabtausch: Es war die Australierin Pike, die Batinli einen High-Kick am Kopf versetzte (im Vergleich zum Kickboxen sind im Muay Thai neben Faustschlägen auch Fußtritte möglich). Batinli antwortete mit einen Ellbogenschlag auf die Stirn der Gegnerin.

In den nächsten vier Runden konnte die Asperger Boxerin die Umklammerungsversuche der Australierin auf Distanz halten und antwortete im Gegenzug mit gezielten Kicks in den Magen.

Den Kampf über die volle Länge dominiert

„Bis auf die erste Runde habe ich den Kampf über die volle Länge dominiert“, sagte Deniz Batinli, die für diesen Kampf fünfzehn Kilo abnahm. Nach fünf Runden brachen ihre 200 mitgereisten Fans in frenetischen Jubel aus: Das Urteil der Kampfrichter fiel einstimmig mit einen klaren Punktesieg für das Tochter-Vater-Duo aus. „Die Vorbereitung war mental eine große Herausforderung. Ich musste immer die Kampfstrategie bei ihrer Gewichtabnahme ändern. Der WM-Titel ist der Lohn für die harte Arbeit“, sagt Coach Batinli.

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