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Bietigheimer HTC nutzt seine Chancen nicht

Feldhockey-Zweitligist unterliegt den Frauen des Feudenheimer HC zum Auftakt in der Aufstiegsrunde mit 1:4

Bietigheims Theresa Lindenberger versucht, sich durchzusetzen. Foto: BTHC/p
Bietigheims Theresa Lindenberger versucht, sich durchzusetzen. Foto: BTHC/p

Bietigheim-Bissingen. Nach langer Pause konnten die Frauen des Bietigheimer HTC endlich wieder auf dem Platz stehen und Hockey spielen. In dem ersten Spiel der Aufstiegsrunde der 2. Feldhockey-Bundesliga musste sich das Team von Jürgen Fili gegen den direkten Ligakonkurrenten, den Feudenheimer HC, mit 1:4 geschlagen geben.

Gegner pressen stark

Hoch motiviert und voller Vorfreude starteten die Gastgeberinnen ins Spiel, jedoch wurde ziemlich schnell klar, dass es kein einfaches Spiel werden wird. Das erste Viertel war geprägt durch das starke Pressing der Feudenheimer. Viele Bälle gingen in der eigenen Hälfte verloren, wodurch die Gäste zu vielen Torchancen kamen. Daraus folgte schließlich kurz vor der Viertelpause das 0:1 für den Feudenheimer HC. Es war klar, dass das erste Viertel abgehakt werden muss und es zu einer 100-Prozent-Steigerung kommen musste, um noch Chancen auf einen Sieg zu haben.

Aber auch das zweite Viertel lief zunächst nicht wie erhofft. Die Bietigheimerinnen schafften es nicht, klare Torchancen herauszuarbeiten oder das Spiel unter Kontrolle zu bekommen. Die Feudenheimer konnten weiterhin mit ihrem Pressing das Aufbauspiel verhindern. Erst kurz vor der Halbzeit fing sich das Team von Jürgen Fili. Durch eine taktische Veränderung bekamen die Gastgeberinnen das Spiel und das Pressing der Gäste besser unter Kontrolle. Im dritten Viertel schloss der BHTC an die gute Phase des zweiten Viertels an und hatte nun die Feudenheimer gut im Griff. Das Spiel schien sich zu drehen und es wurden einige Torchancen erarbeitet. Jedoch konnte zunächst keine noch so große Möglichkeit genutzt werden.

Tor nicht anerkannt

In der 42. Minute erzielte Daniela Bauer, nach guter Vorarbeit von Greta Meissner, den Ausgleich. Von nun an war das Spielgeschehen hauptsächlich in der Feudenheimer Spielhälfte. Eine weitere gut herausgearbeitete Torchance schien hinter der Torlinie zu landen – doch das sahen die Unparteiischen nicht so. Der Treffer zählte nicht. Das Spiel hätte sich dabei durchaus drehen können. Die Bietigheimer Hockeyfrauen wollten sich nicht mit einem Unentschieden zufrieden geben und waren gezwungen, weiterhin ihr Offensivspiel aufrechtzuerhalten, was zur Folge hatte, dass die hinteren Reihen große Lücken aufließen. Diese konnten die Gäste in den letzten Minuten nutzen und besiegelten die Niederlage mit ein zu deutlichen 1:4.

Erstmals im Pflichtspiel-Einsatz für die Bietigheimerinnen war auch Junioren-Nationalspielerin Jule Fischer. Das Talent vom HC Ludwigsburg wird bis zum Sommer bei den Bietigheimern eingesetzt, um ihr Spielpraxis auf höherem Niveau zu ermöglichen. Der HCL spielt mit den Frauen in der Oberliga, die derzeit ruht. Durch die Zusammenarbeit bei der Clubs wird Fischer dennoch gefördert.

BHTC: Rönsch, Hegen, Lindenberger, Kraft, Schäfer, Dina Fili, Rüdlin, Meissner, Fischer, Müller, Wanner, Jana Fili, Bauer, Preiß, Kräber, Neele Fili und Merkle.