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Bundesliga-Mix

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Gesprächsbedarf: Marcos Knight, Johannes Thiemann (r.). Foto: Baumann
Gesprächsbedarf: Marcos Knight, Johannes Thiemann (r.). Foto: Baumann

Sieben Siege aus acht Spielen, Platz zwei hinter dem FC Bayern München – so stark sind die Ludwigsburger Basketballer schon lange nicht mehr in eine Bundesligasaison gestartet.

Dabei hatten es ihr Coach John Patrickund auch ihr Kapitän Konstantin Konga, der beim unerwarteten 81:77-Sieg gegen Alba Berlin eher unauffällig blieb, schon im Vorfeld geahnt. „Wir haben Berlin sicher zu einem günstigen Zeitpunkt erwischt“, sagten beide unisono. Trotzdem schränkte Patrick ein: „Ich glaube nicht, dass Alba platt war, wir waren physisch einfach sehr stark“.

Auch Alexander Reil lässt das Argument Doppelbelastung nur bedingt gelten und erinnert damit an die eigene Vergangenheit. „Entweder“, so der Riesen-Chef, „entscheide ich mich international zu spielen oder ich tue es nicht. Aber wenn ich mich dafür entscheide, dann darf ich nicht klagen“, so Reil auch mit Seitenhieb auf seinen Coach, der in der Vorsaison wiederholt auf die Fülle der Spiele verwiesen hatte. „Wir hatten einen ähnlich intensiven Spielplan mit mehr als 60 Spielen pro Saison“, fand Patrick auch am Sonntagabend, trotzdem machte er den Schlüssel zum Erfolg im Spielerischen aus: „Mit zwölf Offensiv-Rebounds und nur neun Turnovern haben wir den Ball im Griff gehabt und damit, obwohl wir wenig von außen getroffen haben, unser Spiel gespielt.“

Schnell zu seinem Spiel fand wie so häufigMarcos Knight.Der auf den letzten Drücker verpflichtete Rückkehrer brachte sich als Back-up zunächst mit einem Dreier, danach mit einem starken Steal gegen Martin Hermannsson ein und legte am Ende 15 Punkte und 5 Assists auf. „Wir wussten, er ist ein superprofessioneller Spieler und er passt in unser Gefüge“, verwies Reil auf den Grund der Nachverpflichtung und darauf, das Knight neben Topscorer Khadeen Carrington (18 Punkte) einer der diesjährigen Schlüsselspieler der Riesen werden dürfte. Nach dem Spiel suchte Knight übrigens den Kontakt zum Ex-Ludwigsburger Johannes Thiemann, der vom Publikum mit viel Applaus empfangen worden war. Beide hatten sich einiges zu erzählen, schließlich liefen sie vor einigen Jahren gemeinsam für den Zweitligisten FC Baunach, dem Kooperationspartner von Brose Bamberg, auf – und begannen dort ihre äußerst erfolgreiche Profi-Karriere in Europa.

Steelers mit Sorgen

Beim Eishockey-Zweitligisten Bietigheim Steelers schaut man derzeit etwas neidisch nach Hessen. Während es bei DEL-2-Spitzenreiter Kassel Huskies und Verfolger EC Bad Nauheim richtig rund läuft, stottert der Steelers-Motor nach 19 Hauptrundenspielen doch noch erheblich.

Mit elf bzw. sieben Punkten Rückstand auf das Top-Duo haben sich die Schwaben als Siebter im Tabellenmittelfeld eingenistet und ihre Fans zuletzt bei der glatten 0:3-Heimpleite gegen den EHC Freiburg mächtig enttäuscht. Es war die zweite Saisonniederlage auf eigenem Eis und zudem bezeichnend, dass TorhüterStephon Williams bester Bietigheimer Spieler war. Trainer Hugo Boisvert, dem mit Nikolai Goc, Tim Schüle, Norman Hauner und Freddy Cabana weiterhin vier wichtige Akteure verletzungsbedingt fehlten, stellte fest, dass seine Mannschaft „müde“ wirkte. Boisvert: „Wir haben momentan nur einen kleinen Kader.“

Besonders ärgern dürfte die Steelers, dass der Erzrivale aus Heilbronn drei Plätze und drei Punkte besser dasteht. Da das erste Duell Ende Oktober mit 4:1 an die Falken ging, wird Bietigheim im zweiten Vergleich am kommenden Dienstag auf eigenem Eis hoch motiviert sein. Zuvor sind jedoch noch die Aufgaben am Freitag in Dresden und am Sonntag gegen die Lausitzer Füchse zu erledigen.

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