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Bundesliga-Mix

Souvenir nach einem gewaltigen Dunk: Ariel Hukporti nimmt nach dem Training den ramponierten Ring mit nach Hause. Foto: privat
Souvenir nach einem gewaltigen Dunk: Ariel Hukporti nimmt nach dem Training den ramponierten Ring mit nach Hause. Foto: privat

Wenn du den Ring kaputt machst, darfst du ihn auch mit nach Hause nehmen“ schrieb Riesen-Urgestein David McCray und postete auf dem sozialen Netzwerk Instagram ein Bild von Ariel Hukporti. Der Nachwuchs-Center der MHP-Riesen Ludwigsburg war auf dem Bild zu sehen, wie er sich stolz mit einem Basketballring über die Schulter geklemmt auf den Weg nach Hause machte.

Zuvor hatte Hukporti im Training den Ring mit einem gewaltigen Dunk aus der Aufhängung gerissen – und durfte diesen als Souvernir behalten. „Irgendwann geht ein Ring kaputt“, sprach Riesen-Pressesprecher Lukas Robert auf Nachfrage von einer eigentlich normalen Abnutzungserscheinung. „Der Ring war aber noch nicht unbedingt so weit, dass er hätte runterfallen müssen“, sagte er weiter. Der Korb sei noch dunkfähig gewesen, habe aber der Gewalt des 2,13-Meter-Hünnen nicht standgehalten.

Kein Nachspiel zu befürchten

Bei den Riesen nahm man den Vorfall ohnehin mit Humor. Ein Nachspiel muss der 17-jährige Hukporti nicht befürchten. „Wenn er nächste Woche wieder einen Ring zerbricht, vielleicht schon“, scherzte Robert.

Nicht gerade zum Scherzen war Trainer Hannes Jón Jónsson nach der 28:34-Niederlage seiner SG BBM Bietigheim beim HSV Hamburg. Für den Handball-Zweitligisten war es die erste Niederlage nach neun Siegen in Serie. „Uns hat ziemlich alles gefehlt. Wir waren in allen Bereichen nicht gut. Wir hätten noch länger spielen können und trotzdem verloren. Es war ein rabenschwarzer Tag für uns“, sagte Jónsson nach der Partie. Zugleich stellte er aber klar: „Das ist kein Drama, die Reise geht weiter.“

Im Klartext heißt das: Die Mannschaft ist in komplett anderer Verfassung als zu Saisonbeginn, als der Bundesliga-Absteiger den Start in die Liga komplett verpatzte. Mittlerweile haben sich die Bietigheimer zurückgekämpft.

Zehn Spieltage vor Saisonende steht das Team nur zwei Punkte hinter dem zweiten Aufstiegsplatz auf dem dritten Rang.

Bisher weitgehend verschont

Das verspricht einen spannenden Saisonendspurt. Und die Karten stehen gut. Bis auf den Kreuzbandriss von Martin Marcec blieben die Bietigheimer bisher von schweren Verletzungen verschont. Mit Jonas Linkund Weltmeister Mimi Kraus können sich die Bietigheimer zudem auf zwei erfahrene Spielmacher verlassen.

Nach der langen Busrückfahrt aus Hamburg hatte die Mannschaft den restlichen Montag frei. Seit gestern wird die Niederlage beim HSV aufgearbeitet.

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