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Bundesliga-Mix

Rene Schoofs.Foto: Baumann
Rene Schoofs. Foto: Baumann

Ludwigsburg/Bietigheim-Bissingen. Bei den Steelers-Fans steht er ganz hoch im Kurs: Rene Schoofs ist quasi das Symbol für Vereinstreue beim Bietigheimer Eishockey-Zweitligisten. Der 36-Jährige spielt seit 2001 ununterbrochen für seinen Heimatclub und erreichte am vergangenen Freitag beim Spiel gegen die Freiburger Wölfe die nicht alltägliche Marke von 1000Pflichtspielen. Alle Höhen und Tiefen im Ellental hat Schoofs mitgemacht und dabei vier Meisterschaften feiern dürfen.

Das Spruchband, dass die Fans – die aufgrund der Corona-Pandemie nicht in die Arena dürfen – in der Enztalkurve aufgehängt hatten, sagt eigentlich schon alles: „1000 Spiele und immer noch kein Ende. Für uns jetzt schon eine Legende.“ Die Ehrung vor dem Spiel durch Geschäftsführer Volker Schoch, der unter anderem einen goldenen Schläger überreichte, folgten Videobotschaften ehemaliger Mitspieler von Schoofs wie Justin Kelly oder Sinisa Martinovic.

Zu einem weiteren Jubiläumsgeschenk, nämlich einem Sieg gegen Freiburg, reichte es nicht ganz. „Wir hätten uns für Rene mehr gewünscht“, sagte Trainer Daniel Naud nach der 1:2-Niederlage nach Verlängerung.

Auf dem Eis sind derzeit wieder Schoofs Qualitäten als Allrounder gefragt. Nachdem VerteidigerEric Stephan die Steelers Richtung Frankfurt verlassen hat, wird „Mister Bietigheim“ vom Stürmer zum Abwehrspieler. „Für den Rest der Saison“, wie Naud ergänzte.

Auf die schwierige personelle Situation mit vielen verletzten Spielern haben die Schwaben bereits reagiert und die bislang noch offene Position des vierten Kontingentspielers besetzt. Der kanadische Offensivspieler Evan Jasper, der gestern nach seiner Quarantäne erstmals das Eis der Ege Trans-Arena betrat, „wird uns Tiefe im Kader bringen“, ist sich Naud sicher. „Er kann Tore schießen und ist ein Teamspieler.“ Mit der Aktion „Der 4.Mann“ haben Sponsoren die Finanzierung des Zugangs erst möglich gemacht, teilte Schoch mit.

Nach zwei Niederlagen am vergangenen Wochenende wollen die Steelers am Freitag beim Heimspiel gegen die Löwen Frankfurt wieder zurück in die Erfolgsspur. Als Tabellendritter befinden sich die Steelers aber noch in einer komfortablen Lage – ganz anders als der Erzrivale aus Heilbronn. Nach dem Absturz der Falken auf den letzten Tabellenplatz trennte man sich am vergangenen Freitag von Trainer Michel Zeiterund verpflichtete den ehemaligen DEL-Coach Bill Stewart, der 2001 deutscher Meister mit Adler Mannheim wurde.

Die Basketball-Bundesliga hat gestern den Termin für das Finalturnier um den Ligapokal l bekannt gegeben. Die Halbfinals und das Finale finden am 17./18.April im Münchener Audi Dome statt. Dabei trifft Ratiopharm Ulm auf Bayern München und die BG Göttingen auf Alba Berlin. Bundesliga-Spiele werden an dem Wochenende nicht stattfinden.

Die MHP-Riesen Ludwigsburg sind im Wettbewerb nicht mehr vertreten. Das Spiel der Ludwigsburg gegen Weißenfels wird deshalb verlegt. Ehe das Team von John Patrickan die Tabellenspitze stürmte, leisteten sich die Schwaben in der Gruppenphase des Pokals eine kleine Schwäche und schieden aus – seither begeistern die Risen die Liga.

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