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Wasserball

Couragierter Auftritt der Ludwigsburger Wasserballer gegen den Rekordmeister

Bundesligist SV Ludwigsburg 08 verliert zum Halbfinalstart gegen Wasserfreunde Spandau 04 mit 9:20 und richtet den Fokus auf das Spiel um Platz drei gegen den ASC Duisburg

Nimmt Maß: Ludwigsburgs Marko Martinic im Spiel gegen Spandau.Foto: Baumann
Nimmt Maß: Ludwigsburgs Marko Martinic im Spiel gegen Spandau.Foto: Baumann

Ludwigsburg. Beim SVL 08 war man sich nach der 9:20-Niederlage beim Play-off-Halbfinale um die deutsche Meisterschaft im Freibad Hoheneck einig: Rekordmeister Spandau 04 ist noch eine Nummer zu groß. „Das Ergebnis ist realistisch. Man hat gesehen, dass die Spandau-Spieler im Kopf schneller waren als wir“, sagt SVL-Trainer Robert Kovacs, der mit Co-Trainer Dieter Gscheidle SVL-Trainerberater Maro Pulic und SVL-Manager Adrian Jakovcev (beide krank) auf der Bank vertrat.

Ivan Pisk-Ersatz Josip Katusa, der im Tor eine starke Leistung zeigte, war der gleichen Meinung: „Spandau war die eingespieltere Mannschaft. Wir haben aber gezeigt, dass wir noch Potenzial haben. Ich denke, dass wir in zwei, drei Jahre ihnen gefährlich werden können“. Anders als in den bisherigen Begegnungen traten alle SVL-Spieler diesmal von Anfang an couragiert auf: Mattia Ruggeri, Mateja Bosic, Tobias Bauer und Kristijan Lipar überwanden aus spitzen Winkel Champions-League-Keeper Laszlo Baksa. Der ungarische Profitorwart faltete aus Verzweiflung die Hände über den Kopf zusammen. Nur 4:6 hieß es zwischenzeitlich aus SVL-Sicht.

Spandau schaltet in Turbo-Gang

„Die Jungs haben das Spiel von Beginn an ernst genommen. Das hat mich gefreut“, sagte SVL-Spielertrainer Marko Martinic. Dann schaltete jedoch Spandau in den Turbo-Gang: 4:10 stand es zu Halbzeit. Im dritten Viertel war das Spandauer Tor zum 12:4 kennzeichnend für den Spielverlauf: Josip Katusa hielt den Ball von Spandaus Dennis Strelezkij. MHP-Hallensprecher Seb „The Voice“ lobte Katusa. Doch im Nachschuss blieb der Kroate chancenlos, die SVL-Verteidigung schaute seelenlos zu. Nach komfortabler Acht-Tore-Führung im dritten Viertel (7:15) war für die Berliner der letzte Abschnitt Routine. Am Sonntag (14 Uhr) wartet nun das Rückspiel in Berlin. Ludwigsburg müsste mit 12 Toren Unterschied gewinnen. SVL-Kapitän Ivan Pisk, Neuzugang Vitor Pavicic Capucho (beide krank) sowie Eric Fernandez Rivas (berufliche Gründe) werden fehlen. „Wir werden das Spiel gegen Spandau als Generalprobe auf Duisburg nutzen“, sagt Martinic. In Falle eines Ausscheidens trifft der SVL am 21. Mai im Freibad Hoheneck beim Spiel um Platz 3 der Best-of-Three Serie voraussichtlich auf den ASC Duisburg.

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