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Ironman

Das Rennen mit dem eigenen Spirit

Die Triathlon-Helden sind zurück im Schwabenland, die Strapazen des Ironman auf Hawaii vergessen. Fabian Knobelspies (SV Ludwigsburg/Team Silla Hopp Murr) und David Albert (Team Silla Hopp) haben beim Kult-Event ihre Grenzen ausgelotet und Außergewöhnliches geleistet.

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Fabian Knobelspies (l.) und David Albert gingen auf Hawaii an ihre Grenzen. Fotos: privat
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Ludwigsburg.. Fabian Knobelspies lief in der Gesamtzeit von 9:05:03 Stunden als 125. der rund 1300 Männer ins Ziel. In der Altersklasse 30 bedeutete dies den 32. Platz. Nach 10:00:46 Stunden war David Alberts Belastungsprobe zu Ende. Damit gehörte er immer noch zur vorderen Hälfte der besten Athleten der Welt.

Gemeinsam hatten die frühzeitig angereisten Schwaben, beide 30 Jahre alt, die Radstrecke besichtigt und die Knackpunkte der Laufstrecke inspiziert. Man spüre schon im Vorfeld, „dass es ein besonderes Rennen mit einem eigenen Spirit ist und dass es die wichtigste Veranstaltung in unserem Sport ist“, so Knobelspies.

Hohes Leistungsniveau, „viel Feindkontakt“, Strömung und Wellen im Ozean – angesichts der enormen Anforderungen konnte der Ludwigsburger mit der Zeit von 56:44 Minuten für die knapp vier Kilometer hochzufrieden sein. „Die Radzeit von 4:45:22 Stunden ist super. Schneller bin ich noch nie gefahren in einem Ironman“, ordnet Knobelspies die zweite Disziplin über 180,2 Kilometer ein.

„Beim Laufen hat die Sonne dann richtig runtergebrannt. Ich habe noch nie so viel getrunken“, berichtet Knobelspies vom abschließenden Marathon. Auf den letzten acht Kilometern ergab sich eine deutsch-amerikanische Kooperation. Der Schwabe machte gemeinsame Sache mit Nicholas Noone aus Boulder (Colorado). Das ausgepowerte Duo motivierte sich gegenseitig. „Eine coole Sache, wir haben noch mal eine ganze Reihe von anderen Athleten eingesammelt.“

Den erst dritten Ironman seiner sportlichen Laufbahn so erfolgreich gemeistert zu haben, erfüllt den Verwaltungsbeamten der Stadt Ludwigsburg (Baurechtsamt) mit großem Stolz. Bei seiner Rückkehr gehörte OB Werner Spec zu den Gratulanten.

Zahlreiche Glückwünsche erreichten auch David Albert, der etwas mehr als zehn Stunden hart für die ersehnte Finishermedaille kämpfen musste. Seine Gesamtzeit: 10:00:46 Stunden – die Teilstrecken: 1:11:38 Stunde Schwimmen, 4:59:13 Stunden Radfahren und 3:43:56 Stunden Marathon.

„Ich habe wohl ein paar mal Salzwasser geschluckt. Da gibt’s Sachen, die besser schmecken“, liegt dem Marbacher der intensive Geschmack des Pazifischen Ozeans immer noch auf der Zunge. „Auf dem Rad hab ich mich gut gefühlt, aber beim Laufen habe ich ab Kilometer fünf richtig Krämpfe bekommen. Eigentlich habe ich mich darauf gefreut, da das meine beste Disziplin ist“, fasst Albert rückblickend zusammen.

Erst Triathlon, dann Hochzeitsreise

Er musste sich auf dem Highway zwischendurch hinlegen und dehnen: „Der Kopf wollte, bloß die Muskeln nicht.“ Er habe auf dem Rad wohl zu viel Wasser getrunken und so seinen Mineralhaushalt durcheinandergebracht, vermutet David Albert. Mit einer Energieleistung kämpfte sich der Athlet ins Ziel, der beim Polizeipräsidium Ludwigsburg für Dienstsport zuständig ist.

Ein großes Erlebnis war für David Albert und seine Frau Melanie ihre dem Ironman folgende Hochzeitsreise. Die Insel Maui und die Metropolen Las Vegas und San Francisco standen ebenso auf dem Programm wie die Natur-Schauspiele im Bryce Canyon, im Yosemite Valley und am Lake Tahoe.