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Di Stefano Ruiz will in die Top 100

Ludwigsburger Profiboxer vor seinem dritten internationalen Kampf

Ludwigsburg. Der Ludwigsburger Profiboxer Leonardo Di Stefano Ruiz bestreitet heute in Tijuana gegen den mexikanischen Meister Fernando Silva im Superweltergewicht bis 70 kg seinen dritten internationalen Profikampf in Mexiko.

Die Vorbereitung für Di Stefano Ruiz‘ dritten internationalen Kampf in Rosarito dauert bereits vier Wochen. Sein Sparringpartner ist Weltmeister Gilberto Mendoza, der aus Los Angeles angereist ist.

In der Kleinstadt Rosarito haben Drogenkartelle das Sagen. Die Stadt ist schließlich nur 20Kilometer von Tijuana, der gefährlichsten Stadt der Welt, entfernt. Tötungsdelikte sind dort Alltag. „Wir joggen immer zusammen, sicher ist sicher“, meint Di Stefano Ruiz.

Am 25. April, vier Tage, nachdem der Ludwigsburger in Mexiko gelandet ist, wurde sein Trainer Ruben Garcia in seinem Haus in Tijuana erschossen. Die Gründe über den Tathergang sind nicht bekannt. „Ich hatte mit ihm einen Tag vor seinen Tod noch geredet. Das war hart“, sagt Di Stefano Ruiz. Lange Zeit zu Trauern blieb nicht. Der Fokus war auf die Vorbereitung des Kampfes gegen Silva gerichtet: Mit drei Trainingseinheiten am Tag ist der Terminkalender vollgepackt.

„Ich kann es kaum erwarten, wenn es wieder losgeht. Der Ring ist mein Zuhause“, sagt der Ludwigsburger. In der Big Punch Arena in Tijuana würde sich der 25-jährige Boxer durch einen Sieg mit dem Einzug in die Top 100 seiner Kategorie belohnen.

Gegen den mexikanischen Meister Fernando Silva wird „El Nino“ allerdings gefordert sein. „Fernando hat eine gewaltige Schlagkraft und eine Top-Kondition“, sagt Leonardo Di Stefano Ruiz, fügt aber hinzu: „Ich bin ihn in der Grundtechnik überlegen und werde versuchen, dort seine Schwächen zu finden“.

Zwei Mexikaner im Superweltergewicht, Oscar Mora und Dilan Loza, konnte Leonardo Di Stefano Ruiz in Tijuana bereits K.o. schlagen. Ist Fernando Silva der Nächste?

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