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Hockey

Die Reifeprüfung folgt auf den Durchmarsch

Ludwigsburg. Für die Frauen des Bietigheimer HTC beginnt am Sonntag die Saison in der Hallenhockey-Bundesliga. Um 12 Uhr trifft die Mannschaft des BHTC in Bietigheim auf den TSV Mannheim. Es ist das erste Bundesligaspiel in der Vereinsgeschichte.

Die junge Mannschaft von Trainer Jürgen Fili sorgte in der letzten Saison als Aufsteiger in der Regionalliga für Furore und marschierte direkt ins Oberhaus durch. „Das Ziel war eigentlich, die Klasse zu halten, aber die Mädels wollten von Spiel zu Spiel immer mehr“, sagt Fili über die vergangene Saison. Der Trainer, damals eigentlich nur als Übergangslösung eingeplant, leitet nun auch in der Bundesliga noch die Geschicke des Bietigheimer HTC. „Auf unbestimmte Zeit“, sagt Fili über die bislang schwierige Trainersuche. „Der Ursprungsgedanke war, dass ich die Mannschaft übernehme, bis ein adäquater Ersatz gefunden ist.“

Interims- wird zur Dauerlösung

Doch auch nach einem Jahr ist man in Bietigheim noch auf der Suche. Heißt für Fili, dass sein Interimsjob noch weiter geht, womit er aber scheinbar sehr gut leben kann. „Wir freuen uns riesig, dass wir es geschafft haben und jetzt mit etablierten Clubs mitspielen dürfen“, sagt er.

Zwar sei es möglich, dass sein Team im einen oder anderen Spiel Lehrgeld zahlen muss, seine junge, aber gefestigte Mannschaft könne das jedoch wegstecken. „Wenn man einen schlechten Tag erwischt, kann es passieren, dass man auf die Ohren kriegt“, sagt er über die Reifeprüfung Bundesliga. Gleichzeitig vertraut er aber seinem Team, das sich mit Lilly Lang (HC TSG Heilbronn) und Daniela Bauer (HC Ludwigsburg) verstärkt hat: „Die Mannschaft ist so gestärkt, dass sie das bis zum nächsten Spiel wegstecken würde.“ (pb)