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Leichtathletik
DM-Gold für Kurt Lauer und Johanna Göring bei Leichtathletikmeisterschaft

Kurt Lauer (links) gewinnt Gold für das LAZ Ludwigshurg, Johanna Göring vom SV Salamander Kornwestheim (rechts) dominiert die U 18-Hochsprung-Konkurrenz.Fotos: Ralf Görlitz
Kurt Lauer (links) gewinnt Gold für das LAZ Ludwigshurg, Johanna Göring vom SV Salamander Kornwestheim (rechts) dominiert die U 18-Hochsprung-Konkurrenz.Fotos: Ralf Görlitz
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Ein kompletter Medaillensatz für das LAZ Ludwigsburg, eine Goldmedaille für Hochspringerin Johanna Göring vom SV Salamander Kornwestheim und zwei Medaillen für die LG Neckar-Enz: Bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm gab es viel Licht, große Freude, aber auch Enttäuschungen.

Ulm. Kurt Lauer hatte sich bereits das U20-WM-Ticket über 3000 Meter Hindernis gesichert, in Ulm war der LAZ-Athlet auch über die kürzere 2000 Meter Hindernis nicht zu schlagen. Der U20-EM-Fünfte des Vorjahres verteidigte einen Titel in neuer Bestzeit von 5:39,46 Minuten. Gegenüber Leichtathletik.de kommentierte lauer sein Rennen: „Das war genauso geplant, ich wollte von Anfang an Druck machen, es war ein super Rennen!“ Für ihn sei die DM ein Härtetest für seinen U20-WM-Start gewesen. In Cali (Kolumbien) peilt er den Finaleinzug an.

Auch für Johanna Göring war es ein guter Tag: Im Hochsprungwettbewerb der U18 nahm die U 18-Vizeeuropameisterin des SV Salamander Kornwestheim bis 1,87 Meter souverän jede Höhe im ersten Versuch. Erst als 1,90 Meter auflagen, was Saisonbestleistung bedeutet hätte, blieb die Latte nicht mehr liegen. Die erfolgreiche Titelverteidigerin resümierte: „Technisch war es heute nicht ganz so spitze, deswegen bin ich sehr zufrieden, dass ich trotz der technischen Wackler 1,87 Meter springen konnte.“ Das Scheitern bei 1,90 Metern scheint Johanna Göring nur noch mehr zu motivieren: „Ich wäre super gerne noch die 90 gesprungen, aber ich glaube, dafür waren meine Beine noch ein bisschen zu geschafft. Ich habe aber noch zwei Wettkämpfe und will noch höher springen.“

Angelos Tsimopoulos überragend

400-Meter-Hürdenläufer Angelos Tsimopoulos krönte seine starke Saison mit einem furiosen Finallauf der U 20-Jugend. Auch hier ging es noch um die zwei Tickets zur U20-Weltmeisterschaft in Cali (Kolumbien). Als Zweitschnellster (53,37 Sekunden) der Vorläufe stand Tsimopoulos auf der günstigen Bahn vier im Finale. Der LAZ-Läufer zeigte er seine große Qualität und stürmte hinter dem neuen deutschen Jugendmeister, Maximilian Köhler (LG Region Karlsruhe) in neuer persönlicher Bestzeit von 51,50 Sekunden zu Silber und zum U20 WM-Ticket.

Aileen Kuhn verpasst die WM

Einen ganz bitteren Nachmittag musste Hammerwerferin Aileen Kuhn erleben. Im U 20-Wettbewerb wäre mindestens Silber nötig gewesen, um in Kolumbien dabei zu sein. Kuhn startete nervös und konnte ihre Topleistung aus diesem Jahr (63,94 m) nicht abrufen. Mit ihrem besten Wurf auf 60,77 Meter lag sie dennoch bis zum letzten Durchgang auf dem wichtigen Silberrang, ehe Lara Hundertmark vom SV Einbecker im letzten Versuch mit 61,05 Metern Platz zwei und damit das WM-Ticket sicherte. Für Aileen Kuhn blieb nur der Bronzeplatz bei ihrer letzten Jugend-DM.

Moritz Röske vom ASV Ludwigsburg-Oßweil sicherte sich im Hammerwerfen der U20 mit neuer Bestweite von 63,24 Metern ebenfalls die Bronzemedaille.

Auch für die LG Neckar-Enz lief die DM erfolgreich, die Stabhochspringer Joy Kessler und Lion Tür gewannen Silber und Bronze. Tür katapultierte sich im zweiten Versuch über die 4,70 Meter. Anschließend bewältigte er trotz leichter Rückenbeschwerden die 4,80 Meter und auch 4,90 Meter. Das Aus kam dann bei 5,00 Meter. Zwei Konkurrenten schnappten sich damit zugleich die Tickets zur U 20-Weltmeisterschaft.

Mit Joy Kessler setzte eine weitere Athletin aus der Stabhochsprunggarde der LG Neckar-Enz ein Ausrufezeichen. Kessler holte sich Silber in der Altersklasse U 18. Ein kleiner Wackler bei 3,50 Meter, ansonsten fand Kessler nach anfänglichen Problemen immer besser in den Wettkampf. Auch die Bestleistung von 3,80 Meter sprang sie direkt im ersten Versuch, womit die Besigheimerin die Vizemeisterschaft sicherte.

LAZ-Staffel auf Platz fünf

Auf Platz fünf lief die 4 x 100 Meter Staffel des LAZ Ludwigsburg in der U20. In der Besetzung Thomo Pantis, Adrian Holzwarth, Niklas Pysiewicz und Lucas Steichele blieb das LAZ-Quartett in 42,75 Sekunden nur knapp über der Saisonbestzeit.