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Enttäuschung wirkt bei der SG BBM nach

Bietigheimer treffen nach der Niederlage gegen Dresden heute auf Gummersbach – Aufarbeitung bei Spaziergang und Mannschaftssitzung

Bietigheim-Bissingen. Die SGBBM Bietigheim war am Freitag bedient. Vor allem Trainer Iker Romero war stinksauer über die 24:26-Niederlage gegen den HC Elbflorenz. Obwohl heute schon das nächste Duell beim Spitzenreiter VfL Gummersbach ansteht (19 Uhr/sportdeutschland.tv), wirkt die Enttäuschung nach. „Alle waren enttäuscht. Es war sicherlich eine Partie, in der wir nie in Bereitschaft gekommen sind und manchmal fast schon lethargisch agiert haben“, sagte SG-Sportdirektor Jochen Zürn gestern.

Romero machte seinem Unmut anschließend lautstark Luft. Das war auch außerhalb der Kabine in den Katakomben der MHP-Arena zu hören. Dass Trainern so ein Emotionsausbruch nicht beliebig oft als Einflussmittel zur Verfügung steht, ist auch den SG-Verantwortlichen bewusst. „Man kann diese Karte nicht oft ziehen, aber ich glaube, Iker hat sie zur rechten Zeit gespielt“, sagt Zürn, der jahrelang selbst in der 2. Liga an der Seitenlinie stand.

Am Wochenende ließen Romero, Zürn und Geschäftsführer Bastian Spahlinger die Geschehnisse bei einem Spaziergang nochmals auf sich wirken und haben viel gesprochen. „Dass die neuen Automatismen Zeit brauchen, war uns von Anfang an klar“, betont Spahlinger. „Das System funktioniert in Drucksituationen noch nicht. Da müssen wir Team und Trainer Zeit geben.“ Auch die Mannschaft saß nach der harten Kritik des Trainers zusammen, um über die dürftige Leistung zu sprechen. Nach 12Spielen stehen die Bietigheimer auf dem 11. Platz. Gegen Topteam Gummersbach ist nicht mit einem Erfolg zu rechnen. Am Samstag gegen die Rimpar Wölfe (Rang 13) sind zwei Punkte dafür umso wichtiger. „Wir müssen in Gummersbach alles reinwerfen und ein gutes Spiel machen“, sagt Spahlinger.