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Golf-Talent aus Besigheim: Chiara Jetters Traum vom Profisport

Die Besigheimerin Chiara Jetter hat kürzlich die baden-württembergische Golfmeisterschaft gewonnen. Mit gerade einmal 19 Jahren mischt sie bei den besten deutschen Golferinnen mit und beweist: Golf ist keine reine Männersportart mehr.

Großes Talent, große Ziele: Chiara Jetter beim Abschlag.Foto: privat
Großes Talent, große Ziele: Chiara Jetter beim Abschlag.Foto: privat

Besigheim. Golf gilt als technisch hochanspruchsvolle Sportart. Doch weil man bis ins hohe Alter spielen kann, hat man viel Zeit, es zu lernen. Manche Golfer sind jedoch schon in jungen Jahren herausragend. Dazu gehört Chiara Jetter aus dem Besigheimer Stadtteil Ottmarsheim. Die 19-Jährige machte zuletzt mit dem Gewinn der baden-württembergischen Meisterschaft beim Golfclub Königsfeld im Schwarzwald auf sich aufmerksam. „Es war ein anspruchsvoller Golfplatz“, sagt Jetter, die mit einem Handicap von minus3 antritt.

Mit Stuttgart in der Bundesliga

Bereits mit vier Jahren begann sie mit dem Golfen, zunächst in Cleebronn. „Erst nur zum Spaß und dann hat sich das so entwickelt“, berichtet die ehemalige Schülerin der Besigheimer Maximilian-Lutz-Realschule. Bis zu ihrem zehnten Lebensjahr ging Jetter auch zur Leichtathletik, entschied sich dann aber für das Golfen. Vom Cleebronner Golfclub wechselte sie zum Golfclub Schloss Liebenstein in Neckarwestheim und dann zum Golfclub Heilbronn-Hohenlohe. Mittlerweile startet Jetter für den Stuttgarter Golfclub Solitude, für den sie auch in der Bundesliga antritt. Auch international war sie schon am Start. „Meine Eltern und der Golfclub Stuttgart ermöglichen mir das. Das ist sehr cool, das machen die wenigsten Golfclubs“, erklärt sie.

Studium als Sicherheit

Nach der Fachhochschulreife an der Sinsheimer Max-Weber-Schule für Leistungssportler konzentriert sich Jetter derzeit nur auf den Golfsport. Täglich steht sie zum Trainieren in Neckarwestheim auf dem Platz und geht dazu noch in Besigheim in das Fitnessstudio der Spvgg. „Es ist sehr schwierig, als Frau Profi zu werden. Und wenn man es geschafft hat, verdient man sehr viel weniger als Männer. Es wäre schön, wenn ich es machen könnte, aber es ist ein harter und steiniger Weg“, sagt die talentierte Sportlerin. Im Herbst will sie ein Studium beginnen.

Gewöhnlich ist ihre Leidenschaft keinesfalls. Auch wenn sich in den vergangenen Jahren einiges getan hat, gilt Golf immer noch als von Männern geprägte Sportart, vor allem im Profibereich. „Ich mache es, weil es mir Spaß macht. Das Coole beim Golf ist, dass man kurz vor der Verzweiflung steht und dann der Moment kommt, bei dem man weiß, warum es sich lohnt: Wenn plötzlich genau der richtige Schlag kommt.“

Und dieser richtige Schlag kam bei Jetter schon ziemlich oft. Sie ist Mitglied im Landeskader, und bei der deutschen Lochspiel-Meisterschaft in Lichtenau belegte sie im Feld der 32 besten deutschen Starterinnen den siebten Platz. Als Nächstes will sie das Turnier in Frankfurt aufmischen und mit dem Stuttgarter Golfclub das Bundesliga-Finalturnier erreichen.

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