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Hallenhockey

HCL blickt Abstieg entgegen

Hockeyclub hat nur noch geringe Chance auf Klassenverbleib in Hallenhockey-Bundesliga

Der Einsatz stimmt: Ludwigsburgs Jonas Fischer versucht, sich durchzusetzen.Foto: Baumann
Der Einsatz stimmt: Ludwigsburgs Jonas Fischer versucht, sich durchzusetzen. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Als hätte er es bereits geahnt. Daniel Weißer, Trainer des HC Ludwigburg hielt sich am Samstag nach dem 9:4-Heimsieg gegen den SC Frankfurt 1880 bedeckt. Seine Jungs ließen sich in der Alleenhalle minutenlang von den euphorischen Anhängern des Hallenhockey-Bundesligisten feiern, doch der Chefcoach zeigte kaum eine Regung. Er trommelte seine Team nach der Jubelarie sofort zu einer Mannschaftsansprache zusammen, ehe seine Schützlinge brav ihr Auslaufprogramm absolvierten. Gestern unterlagen die Ludwigsburger dem direkten Konkurrenten Nürnberger HTC mit 3:9, womit die Chancen auf den Klassenverbleib enorm schrumpfen.

„Wir gehen jetzt mit Selbstvertrauen in die Partie in Nürnberg“, hatte HCL-Akteur Raphael Schmidt nach dem zweiten Saisonsieg noch versprochen. Selbstbewusstsein, das sich der HCL vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit geholt hatte: Die 2:1-Pausenführung durch die Treffer von Arne Huber und Sebastian Koffler bauten die Ludwigsburger da aus. Bis zur 40. Spielminute hatte Manuel Baitis, Huber per Siebenmeter, Felix Mayer und Matthias Schurig die Alleenhalle mit ihren Toren zum 6:1 in ein Tollhaus verwandelt. Die Restzweifel am Heimerfolg nach den Gegentoren zum 6:4 räumte dann Matthias Schurig mit dem 7:4 aus.

Auf den Rängen setzten die Fans zu Jubeltänzchen an, bange Blicke waren gewichen – „oh, wie ist das schön“, sangen die Anhänger. „Wir haben endlich unsere Chancen reingemacht und nach einer Führung den Deckel draufgemacht“, stellte Raphael Schmidt fest, nachdem er und Baitis sogar noch zum 9:4 nachgelegt hatten. Auf die gute Eckenabwehr verwies der Trainer, jedoch auch bereits auf die mangelnde Effektivität der Gäste bei individuellen HCL-Fehlern.

In Nürnberg traf der HCL da wieder auf einen deutlich entschlosseneren Gegner. Regelmäßig sahen die Ludwigsburger zuletzt in Franken schlecht aus. Gestern hatte Matthias Schurig nach einer Ecke und Raphael Schmidt bis zur fünften Minute die schnell 2:0-Führung geschafft. Doch bis zur Halbzeitpause leisten sich die Ludwigsburger erneut ihre für die ganze Runde symptomatischen Patzer – obwohl Lukas Schurig noch das 3:3 schaffte, ging es mit einem 3:5 in die Kabine.

„In der zweiten Halbzeit wurden die Nürnberger dann immer stärker“, meinte Trainer Weißer nach dem 3:9, „und wir sind nur noch hinterhergelaufen und konnten dann auch einfach nicht mehr – aufgrund unseres schlechten Torverhältnisses gibt es jetzt nur noch eine theoretische Chance auf den Klassenverbleib und die ist sehr gering.“

HCL: Fili, Kniebühler; S. Schmidt, R. Schmidt (2), Veigel, Huber (2), L. Schurig (1), Bachmann, Brönnimann, Koffler (1), Binder, Mayer (1), J. Fischer, M. Schurig (3), Baitis (2).

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