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Feldhockey

HCL startet in der Bundeshauptstadt

Neuer Trainer, routinierte Mannschaft – unter diesen Voraussetzungen startet der HC Ludwigsburg am Wochenende in die neue Saison der 2. Feldhockey-Bundesliga. Zum Start geht es gleich nach Berlin.

Neuer Coach: Marc Haller (Mitte) bei der Ansprache. Foto: Baumann
Neuer Coach: Marc Haller (Mitte) bei der Ansprache. Foto: Baumann

Ludwigsburg. „Extrem schnell. Wir waren gleich voll aktiv und es gab keine große Einarbeitungszeit“, antwortet Marc Haller auf die Frage, ob er sich schon beim HC Ludwigsburg eingelebt hat. Acht Jahre lang trainierte Hallers Vorgänger Daniel Weißer den Feldhockey-Zweitligisten und feierte dabei einige Erfolge. Im Frühjahr gab er sein Amt freiwillig ab, um sich mehr auf seine strategischen Aufgaben als Clubmanager zu kümmern. Die Aufstiegsrunde hätte eigentlich seine Abschiedstour werden sollen, doch die fiel aufgrund der Coronavirus-Pandemie flach.

Nun soll die Saison wieder unter halbwegs normalen Bedingungen stattfinden: Vorrunde, Rückrunde, ein Aufsteiger, ein Absteiger, neun Teams. Zum Start geht es am Samstag (13 Uhr) zum TC Blau-Weiss in die Bundeshauptstadt. Einen Tag später tritt der HCL um 12 Uhr beim Berliner SC an. Bereits heute geht es mit einem Übernachtungsstopp los.

Dabei haben Ludwigsburg und die Berliner Vereine ihre Vorbereitung unter unterschiedlichen Voraussetzungen bestritten. „Wir haben das Problem, dass wir später aus den Sommerferien kommen. Wir müssen im laufenden Betrieb korrigieren und etwas auf die Rückrunde schielen“, erklärt Haller, der mit den Ergebnissen in der Vorbereitung nicht zufrieden sein kann. Gegen den Regionalligisten Obermenzing gab es nur ein 2:2, gegen Freudenheim sogar eine Niederlage. „Wir wollen jetzt zeigen, dass das alles Schall und Rauch war“, sagt Haller mit Blick auf die Punktrunde.

Ziele in Form eines Tabellenplatzes will der 53-jährige A-Lizenzinhaber nicht nennen. „Unsere Leistungsträger werden älter, es wird für sie immer schwieriger, Amateur-Leistungssport und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Wir müssen die Jüngeren integrieren und halten.“ Dabei ruhen Hoffnungen unter anderem auf den Jugendnationalspielern Bruno Laumann und Florian Bauer und den Jahrgängen 2003 und 2004. Haller arbeitet hauptberuflich beim HCL und ist auch für die U16 und die Talentförderung zuständig.

Unangefochtener Favorit auf den Aufstieg ist nach Hallers Einschätzung der Münchner SC.

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