Logo

Hallenhockey

Kurze Hallensaison macht dem HCL zu schaffen

Der Klassenverbleib in der 1. Hallenhockey-Bundesliga ist für den HC Ludwigsburg kein Selbstläufer. Vor dem Duell heute Abend mit dem TSV Mannheim (19.30 Uhr/Alleenhalle) kämpfen die Rothemden vor allem mit dem dichten Spielplan.

Wird schmerzlich vermisst: Der verletzte HCL-Spieler David Hanel (links).Foto: Baumann
Wird schmerzlich vermisst: Der verletzte HCL-Spieler David Hanel (links). Foto: Baumann

Ludwigsburg. . „Ich glaube daran, dass wir das Potenzial dazu haben, die Liga zu halten. Aber es darf nicht viel passieren – und mit dem Ausfall von David Hanel ist schon relativ viel passiert“, so fasst Trainer Daniel Weißer vor dem Duell mit TSV Mannheim (heute, 19.30 Uhr/Alleenhalle) die Situation des HC Ludwigsburg in der Hallenhockey-Bundesliga Süd zusammen. Nach vier Spielen und nur einem Sieg stehen die Rothemden mit drei Punkten auf dem letzten von sechs Plätzen – mit Kontakt zum Mittelfeld.

Vor allem die drei Auswärtsniederlagen schmerzen den Coach. „Es fehlt uns nicht viel, es sind Kleinigkeiten“, sagt Weißer und schiebt hinterher: „Ich traue den Verrückten alles zu, aber dass wir alle fünf Heimspiele gewinnen, ist unrealistisch. Du musst schon auch auswärts mal was holen.“ Die nächste Gelegenheit für einen Auswärtserfolg bietet sich bereits am morgigen Samstag um 18.30 Uhr, wieder im Duell mit dem TSV, jedoch in Mannheim.

Genau dieser eng getaktete Spielplan ist für Weißer ein Kritikpunkt. „Es ist schön, bei den Topteams dabei zu sein, aber die Intensität des Spielplanes ist für eine Amateurmannschaft wie uns überfordernd“, sagt Weißer. Die Hälfte seiner Mannschaft stehe im Berufsleben und habe deutlich weniger Chancen, sich zu erholen. Die meisten Gegnerteams setzen sich laut Weißer zum Großteil aus Studenten zusammen. Dementsprechend sei der körperliche Zustand der HCL-Spieler. „Das ist schade an der ganzen Geschichte. Alle haben die gleichen Bedingungen, nur der Amateurstatus der Spieler ist unterschiedlich.“

Ein weiteres Problem: Verletzt sich wie in Hanels Fall ein Akteur, bleibt nur wenig Zeit, die Verletzung auszukurieren. Hanel ist nach einem Sprunggelenksbruch im Vorjahr erneut umgeknickt – Ausfalldauer unklar. Dabei ist er einer der besten Spieler.

Weißer kritisiert aber nicht nur die Rahmenbedingungen, er hat bereits seine Schlüsse daraus gezogen: „Gerade in der Jugendarbeit müssen wir mehr in die körperliche Ausbildung investieren. Bei einem Ausflug in die erste Liga ist es immer spannend um zu sehen, wo wir die nächsten Schritte gehen müssen.“

Autor: