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Lara Füller schnappt sich ersten Titel in der Elite

Kunstradfahrerin des RKV Poppenweiler ist baden-württembergische Meisterin– Qualifikation zu German Master unter strengen Auflagen

Hoch konzentriert: Lara Füller bei ihrer KürFoto: privat
Hoch konzentriert: Lara Füller bei ihrer Kür Foto: privat

Ludwigsburg. Bei den baden-württembergischen Meisterschaften im Kunstradsport der Elite in Ravensburg holte Lara Füller vom RKV Poppenweiler den Titel nach Ludwigsburg. Die frisch gekürte Ludwigsburger „Sportlerin des Jahres 2019“ setzte sich gegen eine starke Konkurrenz erfolgreich durch.

Im Kunstradsport der Elite fand der erste Wettkampf nach der langen pandemiebedingten Pause statt. Erst Anfang Juli waren die Regelungen für die Durchführung von Wettkämpfen in Baden-Württemberg gelockert worden, es war der erste landesweite Wettkampf überhaupt.

Aufgrund der umfassenden Vorsichtsmaßnahmen begann die direkte Wettkampfvorbereitung für Lara Füller nur 20 Minuten, nachdem sie mit ihrem Trainer Paul Jacek in der Wettkampfhalle eingetroffen war. Acht Sportlerinnen waren am Start. Füller ging als vorletzte Fahrerin auf die Wettkampffläche. Zuvor hatte Lena Günther (RV Nufringen) mit einer guten Kür 169,72 Punkte vorgelegt. Diese Punktzahl galt es nun für Lara Füller zu übertreffen, um bei nur noch einer verbleibenden Starterin nach ihr mindestens die Vizemeisterschaft sicher zu haben. Der Poppenweilerin gelang eine sehr gute Kür, bei der lediglich ein Absteiger kurz vor Schluss eine neue persönliche Bestleistung verhinderte. Mit 180,49 Punkten konnte Füller dennoch zufrieden von der Wettkampffläche gehen.

Danach hieß es abwarten, was die letzte Sportlerin des Wettkampfs, Mattea Eckstein vom SK Stuttgart, auf die Wettkampffläche brachte. Auch sie zeigte eine anspruchsvolle Kür, konnte jedoch ein neues Element nicht vollständig zeigen. Dieser Fehler führte zu Punktabzügen, 175,33 Punkte blieben am Ende auf der Anzeigetafel stehen. Damit stand der erste Titelgewinn für Lara Füller in der Eliteklasse fest.

Keine Zuschauer in der Halle

Zu den Wettkämpfen wurden keine Zuschauer zugelassen, die Wertungsrichter waren jeweils durch Plexiglasscheiben geschützt. Trotz all dieser Vorsichtsmaßnahmen stand die sportliche Leistung im Vordergrund. 39 Starts mit über 65 Sportlerinnen und Sportlern in acht Disziplinen kämpften um die Landestitel und um die Qualifikationspunktzahlen für die im September/Oktober anstehende dreiteilige German-Master-Serie sowie das DM-Halbfinale, den internationalen Deutschland-Cup.

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