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Turnen

MTV-Turner nehmen Aufstieg ins Visier

In Schwäbisch Gmünd will sich der Meister der Oberliga-Saison für die 3. Bundesliga qualifizieren

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Zurück am Gerät: Maurice Dumrose (MTV Ludwigsburg).Foto: Baumann

Ludwigsburg. Am Samstag wird sich für die Turner des MTV Ludwigsburg zeigen, ob sich das Training in den letzten Monaten ausgezahlt hat. Im Aufstiegswettkampf in die 3. Bundesliga wird es für den Meister der vergangenen Oberligasaison ab 10 Uhr in Schwäbisch Gmünd ernst. Die Mannschaft von Trainer Martin Hecht hat sich viel vorgenommen für den Aufstiegswettkampf in die 3. Turnliga.

Verletzungen wurden auskuriert, Übungen aufgestockt und auch ein neuer Turner wird den MTV unterstützen, um den Aufstieg zu schaffen. Gegen sieben Teams müssen sich die Barockstädter durchsetzen, damit sie nächstes Jahr wieder in der Deutschen Turnliga (DTL) antreten.

Bereits von 2009 bis 2012 turnte der MTV in der Regionalliga Süd, der damaligen 3. Liga. Dann wurde die erste Mannschaft abgemeldet, jetzt wagen die Ludwigsburger den Neustart in der DTL. Unter den Teams sind die Letztplatzierten der 3. Bundesliga Süd und Nord, der USC München und die TSG Sulzbach. Neben Ludwigsburg wollen noch die SG Heidelberg-Kirchheim, der TSV 1847 Schwaben Augsburg, der TV Isselhorst von 1894 und der TSV Unterföhring den Aufstieg schaffen.

Trainer Hecht gibt sich optimistisch, das angestrebte Ziel zu erreichen: „Dieses Mal muss es klappen, wir haben in der Vorbereitung vieles richtig gemacht. Wenn wir mit dem Druck umgehen können, sollte es für uns reichen.“

Optimale Vorbereitung

Zur optimalen Vorbereitung gehörten neben einem Trainingslager auch zwei interne Vorbereitungswettkämpfe. Mit dem 19-jährigen Schweizer Andreas Gridi wurde das Team nochmals deutlich verstärkt. „Andreas turnt im Schweizer Bundeskader und wird an allen sechs Geräten für uns an den Start gehen“, beschreibt Hecht den Neuzugang. Auch sonst sieht es personell sehr gut aus für den MTV. Simon Alt hat seine Knieverletzung aus dem Oberliga-Wettkampf im April auskuriert, Maurice Dumrose und Mannschaftsführer Philipp Straub sind nach Kreuzbandriss beide wieder voll einsatzfähig. Nur der Youngster Luca Pollin kann nur an drei Geräten starten. Der 17 Jahre alte Kaderathlet kann wegen Schulterproblemen nur am Boden, Sprung und Reck Punkte für den Aufstieg sammeln. Anders als bei den Wettkämpfen im Frühjahr wird in Schwäbisch Gmünd nicht nach dem Scoresystem geturnt. Vier Turner gehen pro Mannschaft an die sechs Geräte, es gibt keine Streichwertung. Fehler können dennoch ausgeglichen werden: „Wir können an drei Geräten Joker einsetzen. Sollte eine Übung nicht ganz so gut gewesen sein, können wir einen anderen Turner ans Gerät schicken“, erklärt Hecht die Besonderheit des Wettkampfes. Egal ob mit oder ohne Joker, der MTV will aufsteigen und sieht sich dafür gut gerüstet.