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Neckar-Derby macht Werbung für den Wasserball

SV Ludwigsburg lässt dank des sechsfachen Torschützen Marko Martinic beim 17:11-Sieg dem SSV Esslingen keine Chance

Sechs Tore gehen auf seine Kappe: Marko Martinis. Foto: Baumann
Sechs Tore gehen auf seine Kappe: Marko Martinis. Foto: Baumann

Stuttgart. Der SV Ludwigsburg gewinnt das Wasserball-Neckar-Derby in der Pro A-Bundesliga gegen den SSV Esslingen klar mit 17:11. Stehende Ovationen gab es anschließend für die Wasserballspieler des SV Ludwigsburg, die in der mit 250 Zuschauern voll besetzten Traglufthalle des Inselbad Untertürkheims eine Top-Leistunmg abliefderten. Dem SVL gelang dank des sechsfachen Torschützen Marko Martinic gegen den Lokalrivalen ein wichtiger und hochverdienter Prstigeerfolg.

Attila Böhm, aktives Mitglied des SV Ludwigsburg, war vom Derbygeschehen sichtlich bewegt: „Neben den Aufstieg im Köln war das heutige Spiel bisher mein ergreifendstes, stimmungsvollstes Wasserballspiel. Die Familie des Wasserballs konnte auf einem hohen Niveau dieses Event genießen.“

Das Neckar-Derby war in mehrerer Hinsicht ein Gewinn für den regionalen Wasserball. Trotz der prekären Corona-Lage organisierte der SV Ludwigsburg eine Veranstaltung nach Maß: Testbusse standen vor der Traglufthalle, beim Eingang wurde strengstens kontrolliert. Vor dem Spiel sorgten die gelben Teppiche entlang des Beckenrandes auf der Zuschauerseite für ein edles Ambiente. Nach den Derby wurden SVL-Spieler Timo van der Bosch und SSVE-Trainer Heiko Nossek vor der SVL-Sponsorentafel interviewt.

250 Zuschauer fanden aus der Wasserballregion Stuttgart den Weg ins Inselbad. Das Spiel musste wegen der langen Warteschlangen zehn Minuten später angepfiffen werden. Die Atmosphäre zwischen den Ludwigsburgern und Esslinger Anhängern war familiär. MHP-Hallensprecher Seb „The Voice“ sorgte mit seiner Moderation für zusätzlich entspannte Stimmung.

„Wir haben uns gegenseitig die Hand gegeben, von Rivalität keine Spur. Das unterscheidet den Wasserball von den anderen Sportarten“, sagte SVL-Anhänger Attila Böhm.

Center Timo van der Bosch von Esslingen kaum zu halten

Lange war beim Derby kein Sieger erkennbar. Die meiste Zeit führten die Ludwigsburger Halbprofi-Wasserballer bis zum dritten Viertel mit zwei Toren. Die Esslinger Abwehr um Torwart Boris Tepic versuchte mit zwei Spielern, darunter Nenad Stojcic, Champions-League Sieger von 2013, Center Timo van der Bosch vor ihrem eigenen Tor in Schach zu halten. Der 28-jährige war mit seinem auf dem Rücken liegenden Stellungsspiel kaum zu kontrollieren. Im Zuge dessen warf SVL-Spielertrainer Martinic freistehend aus dem Rückraum- und den Außenpositionen ein Tor nach dem anderen.

Spektakulär sein Treffer zum 8:6: Der ehemalige Italien-Profi lehnte sich mit seinen Oberkörper nach links und warf den Ball in die rechte Torecke. Martinic cleveres Organisationsspiel im Angriff sorgte im letzten Viertel für den Esslinger Einbruch. „Glückwunsch an Ludwigsburg. Sie waren das bessere und effektivere Team“, sagte SSVE-Kapitän Marvin Thran.

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