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Nullnummer für den HC Ludwigsburg

Feldhockey-Zweitligist verliert am Wochenende beide Spiele – Verkorkste Serie nach der Corona-Pause

Johannes Gans gegen Ludwigsburgs Raphael Schmidt (rechts).Foto: Baumann
Johannes Gans gegen Ludwigsburgs Raphael Schmidt (rechts). Foto: Baumann

Ludwigsburg. Der HC Ludwigsburg hat gestern trotz der 1:5 (0:1)-Niederlage beim Münchner SC endlich wieder eine ordentliche Leistung in der 2. Feldhocky-Bundesliga abgeliefert. Am Samstag kassierte der HCL noch eine verdiente 1:2 (0:2)-Heimpleite gegen die TG Frankenthal.

„Wir haben in München ein gutes Spiel gemacht und die Partie bis ins Schlussviertel offen gehalten“, befand Ludwigsburgs Trainer Daniel Weißer, „ich bin erleichtert, dass das Team nach schwachen Wochen ein Lebenszeichen ausgesendet hat.“ Der Tabellenzweite, der am Vortag den Spitzenreiter in Frankfurt noch besiegt hatte, ging zwar nach acht Minuten in Führung, der HCL agierte jedoch von Spielbeginn an wach und griffig.

Die Münchner taten sich schwer, bis zur Pause kamen sie über das 1:0 nicht hinaus. HCL-Youngster Moritz Lipinski hatte bei einem Lattentreffer einfach Pech. Erst nach 45Minuten kassierten die Rothemden das 0:2. Danach hatte Matthias Schurig noch die Riesenchance zum Anschlusstor, er zog auf Höhe des Schusskreises ab und verfehlte das Ziel nur um Zentimeter. Erst als der Chefcoach alles auf eine Karte setzte und elf Minuten vor dem Ende Keeper Andreas Kniebühle vom Feld nahm und gegen die ohnehin dezimierten Münchner eine doppelte Überzahl schaffen wollte, fiel die Entscheidung zum 0:3. Das Spitzenteam legte nun noch zwei Tore nach, ehe Manuel Baitis nach einer Kombination über Nils Scheu und Elias Brönnimann noch den „Ehrentreffer“ zum 1:5-Endstand markierte. „Mit dieser Leistung hätten wir zuletzt neun Punkte geholt“, meinte Weißer.

Am Vortag setzte sich die Abwärtsspirale hingegen fort. Nachdem der Schiedsrichter übersehen hatte, dass sein Gegenspieler an der Seitenlinie den Ball mit dem Fuß gespielt hatte, reichte es HCL-Angreifer Baitis: Kurz vor der Halbzeit nahm er seinen Zahnschutz aus dem Mund und brüllte seinen ganzen Frust in den herbstlichen Fuchshof hinaus.

Es war nicht nur der Ärger über eine Fehlentscheidung, es war die Wut über die verkorkste Serie nach der Corona-Pause. Es geht gerade einfach nichts. Gegen Frankenthal das gleiche Bild: Kurz dem ersten Viertel verlor Kapitän Severin Schmidt den Ball im Spielaufbau und die Gäste machten die Führung, mit der letzten Aktion vor der Halbzeit erhöhten die Frankenthaler nach einer kurzen Ecke auf 2:0. Der HCL agierte reichlich verunsichert, technische Fehler, schnell verlorene Bälle, kaum eigene Szenen im gegnerischen Schusskreis. „Wir spielen zu mut- und ideenlos“, brachte es HCL-Routinier Michael Josek auf den Punkt.

Nach 38 Minuten rammte Matthias Schurig dann mit dem Mut der Verzweiflung die dritte kurze Ecke in Folge zum Anschluss ins gegnerische Netz. Die Aufholjagt blieb aber aus. Torhüter Leo Fili hielt sein Team mit Paraden überhaupt erst im Spiel.

HCL: Fili, Kniebühler – S. Schmidt, Scheu, Lipinski, Bachmann, Tschiersch, Vogt, Thum, Binder, R. Schmidt, Veigel, L. Schurig, Bachmann, Brönnimann, M. Schurig (1), Mayer, Josek, Baitis (1), Fritz.

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