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Wasserball

Olympia-Qualifikation wird vertagt

Turnier in Rotterdam wird wegen des Coronavirus verschoben – Nationalmannschaft zeigt in Hamburg gute Leistung

Zufrieden: Bundestrainer Hagen Stamm. Foto: dpa
Zufrieden: Bundestrainer Hagen Stamm. Foto: dpa

Ludwigsburg.. Den internationalen Wasserball trifft die nächste Absage wegen der Corona-Epidemie: Nach den europäischen Champions-League-Spielen hat nun der Weltschwimmverband Fina die Verschiebung des Olympia-Qualifikationsturniers in Rotterdam (22. bis 29. März) bekanntgegeben.

Dabei waren die deutschen Wasserballer in den vergangenen Tagen bereits voll im Olympiamodus. Gegen den Olympiavierten Montenegro, den EM-Elften Rumänien und den EM-Zehnten Georgien absolvierten sie in Hamburg ein Vier-Nationen-Turnier und hinterließen dabei einen starken Eindruck. Als Nachholtermin für das Olympia-Qualifikationsturnier ist der 31. Mai bis 7. Juni vorgesehen.

„Die Entscheidung für einen anderen Termin ist absolut nachvollziehbar, auch wenn wir nach der sehr guten Arbeit in der vierwöchigen Vorbereitung natürlich gern gespielt hätten“, zeigte Bundestrainer Hagen Stamm Verständnis. „Der große Aufwand und die guten Leistungen beim Vier-Nationen-Turnier in Hamburg verpuffen so aber leider“, fügte er hinzu. „Wir werden uns nun mit den genauen Folgen dieser Entscheidung auseinandersetzen und uns dann entsprechend aufstellen.“

Nach den Siegen gegen Rumänien (10:9) und Georgien (14:10) verpassten die deutschen Wasserballer beim letzten Spiel vor 200 Zuschauern im Inselparkbad gegen Montenegro (10:12) die große Überraschung. „Wir haben gegen eine Weltklasse-Mannschaft gut mitgehalten. Leider haben wir gegen Ende unsere Überzahl nicht genutzt“, sagte Kapitän Julian Real vom Bundesligisten Waspo Hannover. Nach zwei Siegen und einer Niederlage schloss das DSV-Team den Test auf Platz zwei ab.

„Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert und sind als Mannschaft mehr zusammengerückt“, sagte Timo van der Bosch vom SV Ludwigsburg, der gegen Georgien ein Tor warf und insgesamt eine ordentliche Leistung zeigte. Auch der 17-jährige Zoran Bozic vom Lokalrivalen SSV Esslingen zeigte eine gute Leistung. Dem jungen Talent gelang ein Treffer gegen Montenegro. „Zoran hat einen super Job gemacht. Das Spielen für die Nationalmannschaft hat ihn weit nach vorne gebracht“, sagte Real.

Die deutschen Wasserballer müssen sich nun auf eine Neugestaltung für die Olympia-Quali-Vorbereitung einstellen. „Wir sind alle über die Situation enttäuscht, weil wir eine gute Vorbereitung hinter uns hatten. Am Ende müssen wir es akzeptieren“, so van der Bosch nach der Bekanntgabe der Verschiebung.

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