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24. Ludwigsburger Dressurturnier

Olympiasiegerin hat alles im Griff

Beim Ludwigsburger Dressurturnier fühlen sich Mannschaftsolympiasiegerin Dorothee Schneider und ihr zwölfjähriger Wallach Don Cismo pudelwohl. Gestern gewann das Duo den Grand Prix de Dressage mit klarem Vorsprung und wiederholte seinen Vorjahressieg.

Vorjahreserfolg wiederholt: Don Cismo setzte die Anweisungen von Dorothee Schneider konzentriert in die Tat um. Fotos: Baumann
Vorjahreserfolg wiederholt: Don Cismo setzte die Anweisungen von Dorothee Schneider konzentriert in die Tat um. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Die Sonne lachte mit den Reiterinnen und Reitern um die Wette, als gestern auf der Anlage des RFV Ludwigsburg Monrepos über 600 Zuschauer den Höhepunkt des 24. Dressurturniers verfolgten. Der Wettergott meinte es gut mit den Teilnehmern, die über 600 Meldungen abgegeben hatten, und ebenso mit der großen Helfermannschaft des Reit- und Fahrvereins. Mit mehr als 400 Pferden und rund 230 Reitern verzeichnete das Event am Seeschloss neue Rekordzahlen.

Vor prächtiger Kulisse sammelte gestern Nachmittag der Südkoreaner Young Shik Hwang, der beim früheren Olympiasieger Martin Schaudt trainiert, mit dem Wallach Despino als vierter Starter 1770,50 Punkte und übernahm die Führung. Sofort nach der Pause präsentierte Dorothee Schneider ihren Don Cismo im Viereck. Das eingespielte Paar wurde mit einer akkuraten Vorstellung seiner Favoritenrolle gerecht. 1894,5 Zähler entsprechen einer Ausbeute von 75,780 Prozent. Damit war klar, dass der Preis der Stadt Ludwigsburg zum zweiten Mal hintereinander in den Frankfurter Turnierstall wandert.

„Don Cismo ist gut drauf“, freute sich die 50-Jährige, die im vergangenen Jahr mit ihrem Paradepferd Sammy Davis in der deutschen Equipe mitgeholfen hatte, den Weltmeistertitel zu erobern. Schneider weiß nur zu gut, dass es im Dressursport keinen Selbstläufer gibt: „Es sind zwei Lebewesen, die auf den Punkt die Leistung gemeinsam bringen müssen.“ Don Cismo spielte gestern prächtig mit. Hinter dem Südkoreaner Hwang wurde Stefanie Schatz-Weihermüller mit C’est la vie Dritte (1752,50). Immer noch mit großem Ehrgeiz sitzt der 80-jährige Willy Schetter vom RV Waiblingen im Sattel. Mit Don Avalon (1678) wurde der unverwüstliche Senior Siebter.

Die flexible Ausschreibung des Turniers mit Startmöglichkeiten in verschiedenen Leistungsklassen hob Dorothee Schneider besonders hervor. Sie lobte „die Topbedingungen für Pferd und Reiter und das besondere Ambiente“. Bei insgesamt 17 Prüfungen wurden die Helferinnen und Helfern in der Meldestelle, bei der Versorgung der Pferde im Stallzelt und im gastronomischen Bereich voll gefordert.

Mit feinen Leistungen warteten auch die Reiterinnen des RFV Ludwigsburg auf. Bei der Qualifikation für die „Stars von Morgen“ dirigierte Sabine Klenk den Wallach Friedolin auf den fünften Platz. In der Drei-Sterne-Prüfung mit Piaffe und Passage gestern belegten die Beiden im Wettstreit mit starker Konkurrenz den siebten Rang. Gespannt darf man sein, wie sich Friedolin weiter entwickeln wird. Mit seinen zehn Jahren besitzt er noch Luft nach oben, was ihm seine ambitionierte Reiterin auch sehr wohl zutraut.

Ebenfalls sehr erfreulich das Abschneiden zweier Ludwigsburger Reiterinnen bei der Zwei-Sterne-M-Prüfung am Sonntag: Myriam Peter siegte mit Royal Kiss (723 Zähler), Katharina Maja Blum sicherte sich mit Royal-Disco Platz 3 (698). Schon beim M-Dressurwettbewerb am Samstag hatten Peter (Dritte) und Blum (Vierte) auf sich aufmerksam gemacht.

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