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Podestplatz zum Saisonauftakt macht KSV Hoheneck viel Mut

Im ersten Regionalliga-Wettkampf der Saison gelang den Turnerinnen der KSV Hoheneck mit dem dritten Platz gleich der Sprung aufs Podest. Schon am Samstag steht in Backnang der nächste Wettkampf an, dort wollen die Hoheneckerinnen weiter nach vorne schauen.

Starke Leistung am Sprung: Joana Lamatsch (KSV Hoheneck). Foto: Baumann
Starke Leistung am Sprung: Joana Lamatsch (KSV Hoheneck). Foto: Baumann

Ludwigsburg. Uta Ziegler hatte vor dem Wettkampf in Ulm ein gutes Gefühl: „Wir haben sehr viel Sicherheit in die Übungen bekommen. Das gibt den Turnerinnen, aber auch uns Trainern eine gewisse Ruhe“, so die KSV-Trainerin, die mit Rang drei und nur einem knappen Rückstand auf die beiden vorderen Plätze recht behalten sollte.

Ohne personelle Veränderung ging die KSV-Riege in die neue Saison. Zum Auftakt fehlten mit Lara und Maren Kauderer aber gleich zwei Turnerinnen, die an drei Geräten gesetzt sind. Valentina Herbst plagte sich unter der Woche mit einem Magen-Darm-Infekt, war am Sonntag aber rechtzeitig fit.

Bei den baden-württembergischen Meisterschaften vor zwei Wochen hatte Hoheneck am Sprung alle Medaillen abgeräumt, auch in der Regionalliga konnte keine andere Mannschaft so viele Punkte sammeln wie die Turnerinnen aus Hoheneck. Mona Ziegler erhielt für ihren Überschlag mit Salto vorwärts 12,25 Punkte, Joana Lamatsch für ihren Tsukahara 12,2. Routinierin Carolin Renz (11,9) und Youngster Amy Fischer (11,85) zeigten beide ebenfalls gute Tsukahara-Sprünge. Am Stufenbarren schlichen sich anschließend ein paar Fehler ein. Lamatsch (7,75) griff beim Abgang auf den Boden, Saskia Knoll (4,85) – bereits am Sprung mit einem Sturz – musste das Gerät gleich zweimal verlassen. Dafür kamen Ziegler (8,55), Fischer (8,05) und Herbst (7,25) ordentlich durch. Auf die am Ende siegreichen Heidelbergerinnen verlor Hoheneck 3,2 Punkte, auf die Zweitplatzierten vom TV Bodenheim sogar 4,4 Punkte.

Als Nächstes stand der Schwebebalken – das Zittergerät schlechthin – auf dem Programm. „Wir haben uns gesagt, dass erst die Hälfte des Wettkampfs vorbei ist und noch viele Punkte zu holen sind“, so Trainer Sebastian Braden. Das gemeinsame Einschwören erwies sich als absolut gewinnbringend. Knoll ging als Erste auf den Balken und holte – trotz Abitur-Stress mit 10,85 Punkten die höchste Teamwertung. Die 15-jährige Fischer zeigte ebenfalls starke Nerven und belohnte sich mit 10,7 Punkten. Lamatsch (10,3) und Ziegler (9,6) stürzten jeweils beim Rückwärtssalto, für beide eigentlich „nicht die große Schwierigkeit“, wie Braden feststellte. Dennoch sammelte Hoheneck die meisten Punkte der gesamten Konkurrenz an diesem Gerät.

Am Boden war nur die KTG Heidelberg mit ihren Nachwuchskräften aus dem Stützpunkt besser, Lamatsch (11,0) und Ziegler (10,9) holten die höchsten Wertungen für die KSV. Beide schenkten sich auch in der Vierkampf-Wertung wenig, Ziegler lag mit 41,3 Punkten bei ihrem persönlichen Heimspiel, seit Herbst studiert und trainiert sie in Ulm, eine Winzigkeit vor ihrer Teamkollegin Lamatsch (41,25 Punkte). Nur fünf Turnerinnen waren besser. Auch Fischer überzeugte mit 40,85 Punkten bei ihrem ersten Vierkampf in der Regionalliga.

Trainerin Ziegler, die auf „einen Platz im Mittelfeld mit Blick nach oben“ gehofft hatte, war vom Abschneiden ihrer Schützlinge begeistert: „Hätten wir den Barren nicht verhauen, wären wir ganz vorne mit dabei gewesen“, jubelte sie. Der Rückstand auf Bodenheim betrug knappe 0,15 Punkte, Heidelberg war nur 0,45 Punkte besser.

Bereits am Samstag steht der Wettkampf in Backnang an, bevor es in die Sommerpause geht. Im Oktober findet der dritte Wettkampf ebenfalls in Backnang statt, das Saisonfinale dürfen die Hoheneckerinnen in der eigenen Halle bestreiten.

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