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DM-Finals

Schwimmer schon wieder gefordert

Bei den Finals in Berlin werden am Wochenende in zehn Sportarten deutsche Meister gesucht. Auch die Schwimmer sind dabei. Für Florian Wellbrock, Marco Koch & Co. kommen die Wettkämpfe zur ungewohnten Zeit. Der Teamchef wäre gerne ins Freibad gegangen.

Startet am Samstag: Marco Koch, Weltmeister von 2015.Foto:Bernd Thissen/dpa
Startet am Samstag: Marco Koch, Weltmeister von 2015. Foto: Bernd Thissen/dpa

Berlin. Der Saisonhöhepunkt der Schwimmer ist Geschichte, doch einfach mal entspannen und die Beine hochlegen können Florian Wellbrock und seine Freundin Sarah Köhler nicht. Der Doppel-Weltmeister und die doppelte Medaillengewinnerin bei der WM von Südkorea müssen wie ihre Teamkollegen nach kurzem Zwischenstopp in der Heimat direkt weiter nach Berlin. Dort finden von Donnerstag an im Rahmen der Finals die deutschen Meisterschaften statt – zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt und mit überschaubarem sportlichen Wert.

Motivation bei der WM höher

„Natürlich ist die Motivation nicht mehr ganz so groß wie diese Woche“, sagte Köhler kurz vor dem WM-Ende am vergangenen Sonntag. Nach dem Vorbereitungscamp in Japan und harten WM-Tagen freute sich die Goldgewinnerin mit der Freiwasserstaffel und Zweite über 1500 Meter Freistil im Becken „auf zwei Nächte zu Hause in meinem eigenen Bett“, bevor die Weiterreise in die Hauptstadt auf dem Programm stand. Der frühere Weltklasseschwimmer Paul Biedermann meint: „Es ist nicht leicht, sich wieder zu motivieren, aber man kann trotzdem mit soliden Zeiten rechnen.“

Bei den erstmals ausgetragenen Finals sind die nationalen Titelkämpfe der Schwimmer in ein großes Multisportevent eingebettet. In insgesamt zehn Sportarten werden in Berlin deutsche Meister gesucht. Die ARD überträgt am Samstag, das ZDF am Sonntag. Für die Schwimmer eine gute Gelegenheit, sich zu präsentieren. Die Gelegenheit ist so gut, dass von möglichen Ausnahmen abgesehen, jeder WM-Athlet teilnehmen muss.

„Normalerweise haben wir nach so einer großen Meisterschaft Urlaub“, sagt Brustschwimmerin Jessica Steiger. „Ich denke mit dem Jetlag wird’s ganz schön hart, aber es ist unser Job, sich noch mal zusammenzureißen, und danach haben wir Urlaub.“ Der Zeitplan ist so gestaltet, dass die meisten deutschen Top-Schwimmer am Wochenende antreten, wenn das Fernsehen überträgt. Wellbrocks WM-Gold-Strecke 1500 Meter Freistil steht am Samstag auf dem Programm, auch Brustschwimmer Marco Koch, Weltmeister von 2015 über 200 Meter, startet am Samstag.

„Wir finden die Veranstaltung toll, den Zusammenhang klasse“, sagt Teamchef Bernd Berkhahn.

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