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Sommerlicher Pannentag für HC Ludwigsburg

Niederlage im Heimspiel gegen bereits abgestiegenen Limburger HC – Lautsprecheranlage streikt bei Tribüneneröffnung

Lennard Schmitt (LHC) gegen Severin Schmidt (Ludwigsburg, rot). Foto: Baumann
Lennard Schmitt (LHC) gegen Severin Schmidt (Ludwigsburg, rot). Foto: Baumann

Ludwigsburg. Der HC Ludwigsburg hat sich am Samstag in der 2. Feldhockey-Bundesliga vor eigenem Publikum blamiert: Der HCL ließ sich zuhause vom längst abgestiegenen Tabellenletzten Limburger HC beim 4:5 (3:3) düpieren.

Das hatten sich die Rothemden zur Einweihung der Tribüne auf der neuen Anlage etwas anders vorgestellt. Es gingen gleich reihenweise Dinge an diesem schwülwarmen Tag schief: Als HCL-Präsident Hans-Joachim Schröter nach Spielschluss zur Tribünen-Einweihung noch einige Worte sagen wollte, fiel schließlich als Krönung auch noch die Lautsprecheranlage mitten im Satz aus. Zuvor hatten sich die Zweitligaakteure bei hochsommerlichen Temperaturen reichlich Sommer-Hockey abgeliefert. „Nicht zweitligatauglich“, lautete der noch am ehesten zitierfähige Kommentar des mächtig erbosten Trainers Daniel Weißer. „In der ersten Halbzeit haben wir unsere besprochenen Spielzüge im Spielaufbau noch einigermaßen geschafft“, erklärte HCL-Akteur Sebastian Koffler, „im zweiten Durchgang dann immer weniger.“ Der Limburger HC nutzte die weite Reise aus Nordhessen als Absteiger zu einem munteren Auftakt und nach einer Ecke zum frühen Führungstor. Nach dem Ausgleich des Angreifers Manuel Baitis bei seinem Comeback und der Führung durch Matthias Schurig zum 2:1 zeigte die HCL-Defensive die nächsten Aussetzer: Nach Ecken legten die Gäste zum 3:2 vor. „Haltbar“, meinte der HCL-Coach hinterher.

Immerhin schaffte Nil Roura in der 26. Spielminute noch den 3:3-Pausenstand. Auch im zweiten Durchgang schafften die Ludwigsburger es nicht, die nötige Körperspannung an den Tag zu legen. Das 3:4 in der 36. Minute war die logische Konsequenz. Auch die Herausnahme des Torhüters Leo Fili sollte die Wende nicht bringen, das Schlusslicht traf zum 5:3 nach 49 Minuten.

Der Anschlusstreffer von Elias Brönnimann kurz vor Schluss zum 4:5-Endstand wurde lange gar nicht auf der Anzeigetafel eingeblendet – es sollte nicht die einzige Panne der Ludwigsburger an diesem Tage bleiben.

HCL: Fili, M. Fischer – Bonner, S, Schmidt, R. Schmidt, Koffler, Veigel, Gruber, L. Schurig, Bachmann, Brönnimann (1), M. Stumpp (1), Baitis (1), Mayer, J. Fischer, Roura, Binder.

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