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Wasserball

Spandau 04 wartet auf SVL-Wasserballer im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft

Wasserball-Bundesligist SV Ludwigburg08 gewinnt im Viertelfinale der deutschen Meisterschaft in der Best-of-Three-Serie. Mit 2:1 (9:12, 10:9, 12:10) setzt sich der SVL gegen White Sharks Hannover durch – nun wartet Spandau im Halbfinale.

Geschafft: Die Wasserballmannschaft des SV Ludwigsburg 08 feiert im Freibad Hoheneck den Einzug ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft. Foto:Baumann
Geschafft: Die Wasserballmannschaft des SV Ludwigsburg 08 feiert im Freibad Hoheneck den Einzug ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft. Foto:Baumann

Ludwigsburg. Die SVL-Wasserballspieler feierten mit den 100Zuschauern im Freibad Hoheneck nach dem letzten Viertelfinal-Duell der Best-of-Three-Serie gegen White Sharks Hannover bei zehn Grad Außentemperatur den Halbfinaleinzug: Nach der 9:12-Auftaktniederlage erreichte die Mannschaft um SVL-Spielertrainer Marko Martinic (11 Tore am Wochenende) mit einem 10:9- und einem 12:10-Heimsieg gegen Hannover erstmals seit der Einführung der Wasserball-Bundesliga im Jahre 1970 das Finale der letzten vier Mannschaften.

„Insgesamt ist vieles gelaufen, so wie wir es uns vorgestellt haben. Wir haben zwei gute Spiele gemacht und stehen verdient im Halbfinale“, sagte SVL-Vorstand Matthias Nagel. Dem stimmte auch SVL-Spieler Eric Fernandez Rivas zu: „Wir wachsen von Spiel zu Spiel. Ich freue mich sehr für die Mannschaft.“ White-Sharks-Kapitän Marvin Götz war dagegen sichtlich enttäuscht: „Wir haben es leider verpasst, über vier Viertel unser Spiel durchzuziehen. Es wäre mehr für uns drin gewesen“. Im zweiten Play-off-Spiel sorgte der letzte SVL-Spielzug zum 10:9-Sieg eine Sekunde vor Schluss für viel Diskussionsstoff: Nach einem ausgeführten Eckball von SVL-Spieler Mateja Bosic zu Center und Torschützen Timo van der Bosch ertönte bereits die Schlusssirene. Van der Bosch ragte vor dem Hannoveraner Tor mit dem Oberkörper aus dem Wasser und musste den Ball nur einschieben. Die White-Sharks-Spieler protestierten lautstark. Das Tor wurde später von den Schiedsrichtern anerkannt.

Streit um entscheidenden Treffer

„In meinen Augen war der Treffer irregulär. Wir haben es aber davor nicht geschafft, unsere Führung auszubauen“, sagte White-Sharks-Kapitän Götz. Vorstand Nagel kommentierte die Szene so: „Es war die letzte Aktion des Spiels. In Anbetracht dessen war der Treffer regulär“.

Halbfinale am Freitag, den 13.

Im entscheidenden dritten Spiel um den Halbfinaleinzug tat sich der SVL bis zum zweiten Viertel ziemlich schwer im Angriff (3:4). Nach der Halbzeitpause setzte SVL-Torjäger Martinic mit viel Fingerspitzengefühl aus der zweiten Reihe Center van der Bosch und Mikael Metodiev mehrmals in Szene. „Das war die beste Spielhälfte, die wir in dieser Saison gespielt haben“, sagte Nagel. Am Freitag, den 13. Mai (Spielbeginn ist voraussichtlich um 19 Uhr), kommt Rekordmeister Wasserfreunde Spandau04 ins Hohenecker Freibad. Das Halbfinale wird im Hin- und Rückspielmodus gespielt. Das Rückspiel findet am 15. Mai in Berlin statt.

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