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SV Ludwigsburg geht gegen Spandau unter

Wasserball-Bundesligist verliert gegen den deutschen Serienmeister nach blutleerem Auftritts mit 6:15

Stuttgart. Die Szene war bezeichnend für den gesamten Spielverlauf: Der Spandauer Dimitri Kholod bekommt auf Linksaußen einen Pass zugespielt. Wenige Meter vor dem Ludwigsburger Tor überlegt er nicht lange: Bis zur Badehose kommt Kholod mit seinen breiten Oberkörper aus dem Wasser und wirft mit nach hinten ausgestreckten Wurfarm den Ball ins linke Toreck. Torwart Ivan Pisk kommt zu spät, es steht 2:4 im zweiten Viertel aus Ludwigsburger Sicht. Auf diese und ähnliche Weise brachte Spandau mit 15:6 am Ende den Ludwigsburgern die erste Saisonniederlage bei. „Eine nicht akzeptable Leistung von uns. Besonders von unseren jungen Spielern hätte ich mir mehr Wille und Leidenschaft gewünscht“, sagte SVL-Spielertrainer Marko Martinic.

Dabei begann der SVL das erste Viertel ausgeglichen: Martinic schoss mit einen Siebenmeter-Knaller in die rechte obere Ecke den SVL in Führung. Nach einen Spandauer Ausgleich traf Nino Blazevic aus spitzen Winkel in die linke untere Torecke. Ludwigsburg führte 2:1. Maurice Jüngling warf jedoch zwei Sekunden vor Viertelende völlig unbedeckt aus sechs Meter den Ball ins rechte Toreck.

Die dezimierten Berliner Profiwasserballer bekamen erst im zweiten Viertel das Spiel unter Kontrolle (3:7). Absolut sehenswert dabei der Treffer zum 4:2 von Dimitri Kholod.

Im dritten Viertel folgte der Einbruch bei den Ludwigsburger: Spandau ließ den Ball noch schneller laufen, der SVL kam nicht mehr nach. Center Timo van der Bosch, der keinen guten Tag erwischte, wurde zudem von zwei Spandauer vor dem Tor gedeckt. „Wir haben den Fokus und die Konzentration verloren. Ich glaube nicht, dass es an der Ausdauer lag“, sagte Martinic.

Auch SVL-Kapitän Pisk versuchte, eine Erklärung zu finden: „Ich glaube, wir sind gegen eine Topmannschaft wie Spandau noch zu unerfahren“. Im letzten Viertel kam SVL-Torwart Josip Katusa für Pisk. Doch am Spielverlauf änderte sich nichts. Katusa zeigte gute Paraden, wurde aber des Öfteren von der Abwehr in Stich gelassen (6:15). Nach dieser Niederlage kann der SVL beim Derby am 4. Dezember gegen den SSV Esslingen für Wiedergutmachung sorgen.

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