Logo

Wasserball

SVL bricht auf zu neuen Ufern

Es wird ernst bei den Wasserballern: Bundesligist SV Ludwigsburg startet an diesem Samstag um 15.30 Uhr beim SSV Esslingen in die Pro A Saison. Die Frage lautet: Ist der Aufsteiger bereit für die höchste Spielklasse?

Fällt zum Saisonauftakt aus: SVL-Torwart Ivan Pisk. Foto: Baumann
Fällt zum Saisonauftakt aus: SVL-Torwart Ivan Pisk. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Dienstagabend, Stadionbad Ludwigsburg. Ivan Pisk, Torwart und neuer Kapitän des SV Ludwigsburg ist immer für einen Spaß zu haben. Beim Aufwärmen hat sich der 27-jährige Kroate etwas Besonderes für seine Teamkollegen ausgedacht: Im Kniebeuger mit den Händen an den Fußspitzen über ein am Boden liegendes Seil zu springen. Das Kunststück gelingt sonst niemandem, gegen den Vorjahressechsten SSV Esslingen sollte es für Pisk und Co. an diesem Samstag auf der Neckarinsel aber besser laufen.

Sechs kräftezehrende Wochen der Vorbereitung haben die SVL-Wasserballer schließlich in den Beinen. Den ersten Härtetest hatten die Ludwigsburger Wasserballer am Wochenende auf der Neckarinsel beim SSV Esslingen gegen den Gastgeber und den Vorjahresvierten ASC Duisburg absolviert. Die Leistungsbilanz der Barockstädter, die in der neuen Saison mit Marko Martinic, Luka Vuckovic, Veljko Stanimirovic, Philipp Kotowski, Milan Melegh, Mitko Nachev und Aleksandar Katic gleich sieben Neuzugänge aufweisen, war nicht überzeugend, aber auch nicht unterirdisch. Gegen den SSV Esslingen spielte der SVL immerhin Unentschieden (14:14), allerdings sah die neuformierte Truppe um Coach Mario Jankovic gegen den ASC Duisburg kein Land (11:24, 9:19).

Trotzdem fiebert der SVL dem Rivalen aus dem Nachbarkreis voller Vorfreude entgegen. „Wir haben ein relativ gutes Turnier gespielt, dafür dass die Spieler sich erst seit einem Monat kennen. Zudem hat unser Nachwuchsspieler Leopold Friedrich sich gut in die Mannschaft integriert“, bilanziert SVL-Coach Mario Jankovic.

Aus einer stabilen Abwehr heraus will der 55-jährige Kroate nun den Auftaktsieg gegen den SSV Esslingen einfahren. Doch er selbst weiß, dass dies nicht einfach wird: „Esslingen ist in Gegensatz zu uns eine eingespielte Bundesligamannschaft. Sie haben mit Heiko Nossek einen exzellenten Schützen, der schwer zu decken ist“, so Jankovic.

Auch der SSV hat unter Trainer Janusz Gogola nachgelegt: Mit Marvin Thran (SV Ludwigsburg) und Torhüter Predrag Spasojevic (Vaterpolo Beograd) kamen zwei erfahrene und qualitativ hochwertige Spieler. Thran hatte maßgeblich Anteil am Aufstieg des SVL.

Trotzdem setzt Jankovic auf die eigenen Stärken: „Wir sind konditionell in guter Verfassung, dass ich meinen Jungs einen Sieg zutraue“. Allerdings wird der SVL auf Nationalspieler Timo van der Bosch, der immer noch an den Folgen einer Schultergelenksprengung laboriert, verzichten müssen. Auch Torwart Ivan Pisk (Zerrung) ist nicht einsatzbereit. Zudem stehen hinter Domagoj Mijatovic (Schulterprobleme) und Neuzugang Luka Vuckovic (muskuläre Probleme) dicke Fragezeichen.

Autor: