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SVL hofft auf einen Sahnetag

Ludwigsburger Wasserballer sind im Pokal-Halbfinale gegen Spandau Außenseiter

Marko Martinic.Foto: Baumann
Marko Martinic. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Schafft der SV Ludwigsburg gegen Titelverteidiger Spandau 04 im Pokal-Halbfinale die Überraschung? Oder müssen sich die Barockstädter mit dem Spiel um Platz 3 (sehr wahrscheinlich) gegen den ASC Duisburg am Sonntag begnügen? Kampflos wollen die Ludwigsburger Bundesligawasserballer bei ihrer deutschen Pokalendrunden-Premiere den Wasserfreunden Spandau 04 das Becken nicht überlassen.

Aggressivität und Pressdeckung

„Ich denke, dass Platz drei am Wochenende unser realistisches Ziel ist. Die Chancen gegen Spandau stehen bei 20 zu 80 Prozent. Wir werden dennoch mit einer Siegermentalität ins Spiel gehen“, sagt SVL-Spielertrainer Marko Martinic, der sich mit Co-Trainer Janusz Gogola keine besondere Taktik ausgedacht hat: „Aggressivität, viel Pressdeckung und viel Schwimmen stehen gegen so einen starken Gegner auf dem Plan“, ergänzt Martinic.

Ludwigsburg müsste tatsächlich einen echten Sahnetag und Spandau einen rabenschwarzen Samstag erwischen. Berlin feierte bereits 31-mal den Pokalsieg (letzter Sieg 2020), während die Barockstädter erstmals in einer Endrunde stehen. SVL-Torwart und Kapitän Ivan Pisk erwartet eine Herausforderung wie in Siracusa: Beim Eurocup waren die Schützen dem SVL immer einen Schritt voraus.

„Jeder Spieler muss gut gelaunt ins Wasser gehen. Die Abwehr muss immer stabil stehen und im Angriff erwarte ich Tore auch von unseren jungen Spielern“, kündigt SVL-Kapitän Ivan Pisk an.

Erfahrene Startformation

Die Lehren wurden in Siracusa gezogen: Billige Tore will der SVL um jeden Preis vermeiden. Co-Trainer Janusz Gogola setzt im Vergleich zum Pokalspiel gegen Würzburg diesmal auf eine erfahrene Startformation: SVL-Torjäger Marko Martinic, Nino Blazevic, Torwart Ivan Pisk und Timo van der Bosch dürften in Berlin von Beginn an starten.

Jungspieler Tobias Bauer, der nach seiner starken Performance gegen Würzburg auf „mehr Spielzeit“ hofft, müsste sich zunächst mit der Bank begnügen. „Das wird abhängig sein vom Spielverlauf. Sollte es deutlich für Spandau werden, bekommen unsere jungen Spieler viel Spielzeit“, sagt SVL-Kapitän Pisk.

Im Falle einer Niederlage bleibt als Trostpreis für den SVL das Spiel um Platz drei am Sonntag um 11 Uhr gegen den Verlierer aus dem zweiten Halbfinalduell zwischen dem ASC Duisburg und Titelfavorit Waspo Hannover.

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