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Tanzsport
TCL meldet sich eindrucksvoll zurück

Der TCL Ludwigsburg präsentiert mit großer Hingabe seine Choreographie „Avalon“– Platz drei ist der Lohn für eine Vorbereitung unter widrigen Umständen. Foto: Baumann
Der TCL Ludwigsburg präsentiert mit großer Hingabe seine Choreographie „Avalon“– Platz drei ist der Lohn für eine Vorbereitung unter widrigen Umständen. Foto: Baumann
Der 1. TC Ludwigsburg tanzt zurück aufs Treppchen: Nach Platz 4 bei den deutschen Meisterschaften wird die Standardformation beim ersten Bundesligawettkampf Dritter. In der Ludwigsburger Rundsporthalle siegt der deutsche Meister Braunschweiger TSC vor dem ASC Göttingen.

Ludwigsburg. TCL-Trainer Norman Beck attestierte seinen Schützlingen eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der „Deutschen“. „Die Revanche ist geglückt“, freute er sich, dass das neuformierte Team im Duell mit dem TSC Rot-Gold Casino Nürnberg den Spieß umdrehen konnte.

Die Nase vorn hat im Moment der Braunschweiger TSC, der mit seiner Choreographie „Dancing in the Ceiling“ von allen sieben Juroren auf Rang 1 gesetzt wurde. Für Diskussionen sorgten lediglich die skurril-plakativen Oberteile der Kleider der TSC-Frauen. Der ASC Göttingen musste sich mit „Happy Together“ mit sechs Zweiern begnügen. Ein Wertungsrichter sah sogar Ludwigsburg vor den Göttingern auf Platz zwei.

„Das Ergebnis macht Mut, das wollen wir in 14 Tagen in Bocholt wiederholen“, blickte Beck gleich nach vorne. Trotz widriger Bedingungen in der Vorbereitung präsentierte sich der TCL als Einheit und zauberte Langsamen Walzer, Tango, Wiener Walzer, Slowfox und Quickstep zur Choreographie „Avalon“ mit großer Hingabe auf die Fläche. „Da war mehr Leben drin“, bescheinigte Dagmar Beck den acht Paaren nach dem Finale eine Verbesserung im Vergleich zur Vorrunde am Samstagabend in der Rundsporthalle.

Der verdiente Lohn: Fünf Wertungsrichter sahen das Gastgeberteam vor den Nürnbergern. Für die 13-jährige Alea Beckert, die die ausgeschiedene Anne Frommholz ersetzte, war es ein ebenso aufregendes wie erfolgreiches Debüt in der Bundesliga. Sie tanzte an der Seite von Emanuel Brajinovic, im Dezember noch das große Sorgenkind beim TCL. Wegen des Verdachts auf Herzmuskelentzündung musste er eine Trainingspause einlegen.

250 Zuschauer in der Rundsporthalle

Die Befürchtung bestätigte sich glücklicherweise nicht, aber es dauerte bis zum 2. Januar, ehe die Becks erstmals mit dem kompletten Team üben konnten. Sehr gut entwickelt hat sich nach Einschätzung des Trainers die 14-jährige Johanna Frei, bei den Herren erhielt Ruben Schäfer, diesmal im Duett mit Maria Novikova, ein Sonderlob.

250 Zuschauer waren trotz der Kontrollen wegen der Corona-Pandemie in die Rundsporthalle gekommen. Allen Teams war anzusehen, wieviel Spaß es machte, endlich wieder einmal vor Publikum ihr Können zu zeigen: die Damen perfekt gestylt, mit funkelnden Augen, die Herren mit stolz geschwellter Brust, sprühend vor Bewegungsfreude. So auch TCL-Routinier Thomas Schmid (39): „Vom Training her war es schwierig die letzten Wochen. Der Durchgang war besser als erwartet, wir haben einen guten Grundstein gelegt.“

Zudem hat der 1. TC Ludwigsburg als Veranstalter einen Weg aufgezeigt, wie man auch in solchen Zeiten ein Bundesligaturnier durchführen kann. Von den restlichen vier Durchgängen finden nur jene in Bocholt (22. Januar) und Nürnberg (5. März) mit Sicherheit statt. Hinter der Austragung in Göttingen (5. Februar) und Braunschweig (19. Februar) stehen indes noch Fragezeichen.

Endstand, Großes Finale: 1. Brauschweiger TSC ( Platzziffern 1-1-1-1-1-1-1); 2. ASC Göttingen (2-2-3-2-2-2-2); 3. TC Ludwigsburg (4-4-2-3-3-3-3); 4. TSC Rot-Gold Casino Nürnberg (3-3-4-4-4-4-4); 5. TSV Bocholt (5-5-5-5-5-5-5).

Kleines Finale: 6. TSC Blau-Gold Nienburg; 7. TSC Düsseldorf Rot-Weiß; 8. TSZ Blau-Gold Casino Darmstadt.