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Tino Metz ist auf zwei Rädern stets erfolgreich

Der Gemmrigheimer Sportler will zur Senioren-WM im Moto-Cross in Kalifornien fahren – In der Jugend erfolgreicher Radfahrer

Der Sportler und sein Arbeitsgerät: Tino Metz.Foto: privat
Der Sportler und sein Arbeitsgerät: Tino Metz. Foto: privat

Gemmrigheim. Für den Gemmrigheimer Tino Metz (MCC Frankenbach/Motorrad Meyer Racing Allersberg)hat die Moto-Cross- Saison begonnen. Als Höhepunkt steht die WM für Senioren (Fahrer ab 40 Jahren) in Kalifornien an. Zuletzt fuhr er zum Auftakt der südwestdeutschen Moto-Cross-Saison in der offenen Seniorenklasse im pfälzischen Frankenthal auf den dritten Platz unter 31 Konkurrenten. Der 42-Jährige hatte mit seiner 250 Kubikzentimeter Vier-Takter-Ein-Zylinder-Yamaha YZF nach zwei Läufen 40 Punkte.

Erster wurde überlegen Joachim Stolz (AMC Frankenthal/ Breitenbronn bei Mosbach/ 50 Zähler) vor dem Cross-Trainer Christian Lehner (Becker Racing/ MSC Fischbach/Saarlouis/44). Die Frankenthaler 1500-Meter-Strecke gehört nicht nur wegen der zehn Sprünge zu den anspruchsvolleren in Süddeutschland. „Es war mehr drin. Meine Starts sind noch schlecht. Die Reaktionszeit muss besser werden. Platz zwei war drin, gerade weil ich im vergangenen Jahr Erster war“, meinte Metz. Vor rund 250 Zuschauern war dies der Auftakt zum Südwest-Cup im MotoCross. Mehr als 200 Zweiradspezialisten aus Süddeutschland gingen in sieben Klassen an den Start. Bis Mitte Oktober sind 25 Moto-Cross-Rennen in Rheinland-Pfalz, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Saarland auf dem Programm.

Mekka des Moto-Cross

Der Höhepunkt wird aber die Senioren-Weltmeisterschaft in Glen Helen (Kalifornien) Anfang November sein. „Meine erste Teilnahme in den USA. Glen Helen ist das amerikanische Mekka für Moto-Cross-Fahrer“, erklärt Metz. Mehr als 200 Zweirad-Sportler aus der ganzen Welt werden erwartet. Für diese Saison stehen dem gebürtigen Bietigheimer vier Sponsoren und zwei Mechaniker zur Seite. Der Etat liegt bei 40 000 Euro. Fünfmal die Woche trainiert der selbstständige Unternehmer in der Bau- und Sanierungsbranche. An jedem zweiten Wochenende geht’s zu den Rennen. „Alles läuft nach einem gezielten Trainings- und Ernährungsplan“, sagt Metz.

Das erste Saison-Rennen auf dem anspruchsvollen Kurs in der Vorderpfalz spürt er trotzdem noch Tage später: „Moto-Cross ist genauso anstrengend wie Laufen oder Radsport. Hinzu kommt, dass Mensch und Material aufeinander abgestimmt sein müssen.“

Tino Metz weiß dabei, wovon er spricht. Er war vom 5. bis 19. Lebensjahr erfolgreicher Straßen-Rad-Sportler. Für die damaligen Vereine RSV Kirchheim und LG Stuttgart holte er bei deutschen und internationalen Meisterschaften viele Erfolge – bei 350 Siegen bei den Schülern, Jugend und Junioren. Metz wurde dreimal baden-württembergischer Meister, zweimal deutscher Meister, gewann gleich dreimal den prestigeträchtigen Henninger Turm in Frankfurt/Main und zweimal die erstklassige Tour der Jugend in Bocholt.

Mit 19 hörte er mit dem Radsport auf. Ein paar Monate später ging es mit Moto-Cross los. Hier mischt Metz im Staub und Schmutz kräftig mit.

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