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VfB Neckarrems will am Sonntag den ersten Punkt holen

In der Fußball-Verbandsliga will der VfB Neckarrems am Sonntag um 15 Uhr nach dem ersten Punkt in Sindelfingen nun gegen den VfL Pfullingen auch den ersten Sieg folgen lassen. Schon um 13 Uhr steigt ein Quasi-Vorspiel mit ganz besonderer Pikanterie.

Wo VfB draufsteht, sollte auch VfB drin sein: In Neckarrems kicken künftig gleich zwei Vereine unter diesem Stammnamen.Foto: Baumann
Wo VfB draufsteht, sollte auch VfB drin sein: In Neckarrems kicken künftig gleich zwei Vereine unter diesem Stammnamen. Foto: Baumann

Remseck. Ein echtes Kuriosum bietet die Saison 2021/22 im Württembergischen Fußball-Verband (WFV): Da gibt es doch tatsächlich den VfB Neckarrems doppelt. Während der Verbandsligist im Kreis seit vielen Jahren eine Fixgröße ist, greift an diesem Sonntag ein zweiter VfB Neckarrems neu in den Spielbetrieb der Kreisliga B1 ein. „VfB Neckarrems 1913“ heißt er in Abgrenzung zum vier Spielklassen höher angesiedelten „VfB Neckarrems Fußball“. „Es sind wirklich zwei völlig verschiedene Vereine“, bestätigt Oliver Pfisterer, Abteilungsleiter Fußball beim VfB 1913.

Neckarrems im Doppelpack: VfB Fußball und VfB 1913

Hintergrund: Vor gut zehn Jahren wurde die Fußballabteilung des VfB ausgegliedert und firmiert seither als „VfB Fußball“. Im alten Hauptverein VfB 1913, der auch andere Sportarten umfasst und in der Folge der Ausgliederung eine Insolvenz durchzustehen hatte, gab es alsbald wieder Jugendfußball. Dessen Jahrgang 2002/2003 feierte zuletzt in B- und A-Jugend beachtliche Erfolge, stößt nun zu den Aktiven und tritt mit Trainer Rosario Raitano künftig in der B1-Staffel an. Dort zählt er gleich zum erweiterten Favoritenkreis und debütiert am Sonntag um 13 Uhr gegen den GSV Pleidelsheim III.

Hätte man da nicht zusammenfinden können? „Es gab Gespräche mit dem VfB Fußball. Aber es war schwierig und man fand keine Einigung“, erzählt Pfisterer. Arne Läubin aus dem Vorstand des VfB Fußball erklärt dazu: „Es wäre schon unser Wunsch gewesen, das Team als unsere 2. Mannschaft anzumelden. Sie wollten es aber erst einmal so probieren“. Aufgrund der Geschehnisse vor zehn Jahren ist die Gemengelage rund um den Hummelberg, wo beide Mannschaften trainieren und ihre Spiele austragen, immer noch hochsensibel: „Die Zeit heilt viele Wunden, aber aus meiner Sicht sind noch längst nicht alle Dinge angesprochen worden, die damals passierten“, sagt Läubin nur.

Wie es der Zufall will, findet aber das Verbandsligaheimspiel des VfB an diesem Wochenende gegen den VfL Pfullingen erstmals seit Jahren wieder ebenfalls an einem Sonntag (15 Uhr) statt. Es steht also quasi ein Doppelspieltag an: Erst die Youngsters auf dem Kunstrasen, dann die kaum ältere Verbandsligaelf nebenan auf dem Naturrasen. „Der Termin hat aber nichts mit dem VfB 1913 zu tun. Wir wurden gebeten, als Verein am Samstag bei der Einweihung des neuen Remsecker Marktplatzes präsent zu sein“, betont Läubin. Gut möglich aber, dass der Verbandsligist gegen die Pfullinger den ein oder anderen Zuschauer begrüßen kann, der sich aufgrund der Verwerfungen der Vergangenheit lange nicht hat blicken lassen.

Sportlich sieht Trainer Markus Koch sein Team nach dem ersten Punkt beim 4:4 in Sindelfingen ohnehin leicht im Aufwind: „Ein bisschen Befreiung ist da. Auf den ersten Sieg warten wir zwar immer noch, aber den Spielern hat das 4:4 auf alle Fälle gut getan“, sagt er.

TSV Heimerdingen zu Gast beim Topfavoriten in Essingen

Schon am Samstag um 14 Uhr steht Bezirksrivale TSV Heimerdingen vor einer ganz hohen Hürde. Dann muss die Mannschaft von Trainer Daniel Riffert beim Topfavoriten und derzeitigen Tabellenzweiten TSV Essingen antreten.

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