Logo

Boxen

Zurück zu spanischen Wurzeln

Für den Boxer Leonardo Di Stefano Ruiz bedeutet sein erster internationaler Profikampf inVitoria-Gasteiz besonders viel

Ist am 7. November gefordert: Leonardo Di Stefano Ruiz. Foto: privat
Ist am 7. November gefordert: Leonardo Di Stefano Ruiz. Foto: privat

Ludwigsburg. Eine Boxausrüstung, ein paar Klamotten und ein Bild von seiner Frau mit dem gemeinsamen Sohn nimmt der Ludwigsburger Profiboxer Leonardo Di Stefano Ruiz, „El Nino“ („der Junge“), bei seiner Reise ins spanische Vitoria-Gasteiz in seinen 32-Kilogramm schweren Koffer mit. Der Ludwigsburger Boxer bestreitet in der baskischen Hauptstadt am 7. November gegen den spanischen Amateurmeister Ivan Laccara im Superweltergewicht bis 69,8 kg seinen ersten internationalen Profikampf.

Das Superweltergewicht wird von den größten Verbänden im Profiboxen, den World Boxing Association (WBA) und World Boxing Council (WBC), benannt und gilt in Spanien, USA und England als die bestbezahlte und härteste. Zudem bringt jeder Sieg im Einzelkampf Punkte für die Weltrangliste. Aktuell belegt Di Stefano Ruiz den 500. Platz von 1900 Boxern. Ein Sieg im November und der Ludwigsburger kommt unter die Top 300. „Ich kann es kaum erwarten. Dass mein erster internationaler Profikampf in Spanien stattfindet, macht die Sache noch mal besonders“, sagt der Ludwigsburger, dessen Mutter Spanierin ist.

In Spanien ist der 25-jährige Vorzeige-Athlet bereits in aller Munde: diverse spanische Radios und Spaniens bekannteste Sportzeitung Mundo Deportivo berichteten über den jungen Ludwigsburger Boxer. Auch die aufgrund der Pandemie begrenzten Zuschauertickets von vierhundert statt zehntausend sind bereits nach wenigen Tagen ausverkauft. Es verspricht ein spannender Kampf zu werden. „Leonardo ist ein guter Sportler und ein hervorragender Mensch. Er hat eine große Zukunft vor sich“, sagt Jose Luis Celaya, Manager und Promoter, der Leonardo im Juli für drei Jahre unter Vertrag nahm.

Der Spanier gilt als einer der bekanntesten Boxpromoter auf der iberischen Halbinsel und hat den ehemaligen Boxweltmeister Nacho Mendoza (Kolumbien) rausgebracht. Mit der Erfahrung des 39-jährigen Kolumbianers wird sich Leonardo Di Stefano Ruiz zwei Wochen auf seinen Kampf in Vitoria-Gasteiz unter den Vorgaben der städtischen Hygieneverordnung vorbereiten. „Nacho wird in dieser Zeit mein Sparringpartner sein. Er ist wie ich offensiv, dynamisch und besitzt ein unglaubliches Bewegungstalent“, sagt Leonardo, der bis zum Kampf noch vier Kilo abnehmen muss.

Autor: