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1. TC Ludwigsburg wird Vize-Europameister

Einen Tag nach dem Galaball „50 Jahre Tanz-Club Ludwigsburg“ kommt eine weitere sportliche Erfolgsmeldung vom TCL. Die Standardformation sichert sich im russischen Sotschi hinter Vera Tyumen, dem übermächtigen Gastgeber, die Vize-Europameisterschaft.

Ludwigsburg/Sotschi. Am Ende einer aufregenden Reise ans Schwarze Meer machte sich gestern große Erleichterung breit. Gegen 18 Uhr übermittelte Vizepräsident Matthias Fohrer telefonisch den zweiten Platz bei der EM. Wenig später meldete sich Präsidentin Gaby Wulff per SMS aus Sotschi.

Im Ice Cube auf dem weitläufigen Olympia-Areal von 2014 tanzten die acht Paare des TCL mit heißen Herzen zur erhofften Medaille. Von den neun Teams setzten die Wertungsrichter nach der Vorrunde Weltmeister Tyumen, das zweite russische Team Olympia, Szilver TSE (Ungarn), Univers Minsk (Weißrussland) sowie die beiden deutschen Formationen aus Ludwigsburg und Göttingen ins Finale.

Vera Tyumen blieb mit seiner künstlerisch und technisch hochwertigen Darbietung an der Spitze. Die Ludwigsburger holten im Finaldurchgang noch einmal alles aus sich heraus und verwiesen Szilver TSE (Ungarn) auf Rang 3. Der Lohn war die Silbermedaille, die sich perfekt in eine hervorragende Saison einfügt. Gold bei den deutschen Meisterschaften, Bronze bei der WM, dazu der vorzeitige Bundesligasieg und damit die Qualifikation für die nächsten Welttitelkämpfe im November – die Bilanz kann sich nach dem Durchhänger des Jahres 2016 sehen lassen.

Die traumhafte Choreografie Kontraste, die viele Experten als den bisher schönsten Vortrag des TCL bezeichnen, wird die Formation nur noch ein einziges präsentieren und zwar beim letzten Bundesligadurchgang im März. Danach liegt der Fokus auf einem neuen Projekt, das die Trainer Norman und Dagmar Beck längst in der Schublade liegen haben. „Wir wollen Deutschland so gut wie möglich vertreten“, hatte Beck vor dem Abflug versprochen. Das übermittelte sein Team per Videobotschaft am Samstagabend auch an die Gäste des Galaballs im Forum am Schlosspark – und es hielt Wort.

Vergessen war der nervige Aufenthalt am Freitag auf dem Flughafen in Moskau wegen einer verspäteten Maschine, vergessen die teilweise chaotische Organisation vor Ort, vergessen auch die schwierige Vorbereitung auf die EM. Besonders hervorgehoben werden muss die Leistung von Michaela Süß, die sich trotz gesundheitlicher Probleme zur Verfügung stellte und ihren Part mit Patrick Esch bewältigte. Als sehr hilfreich erwiesen sich auch die Comebacks von Melissa Schenk (an der Seite von Nils-Arne Herold), Isabell Marton (mit Christian Quaas) und Milena Wiederhold sowie die schnelle Eingewöhnung des Debütanten Andrei Cicoare.