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Abschiedsgala für Tanz-Club und TSC Residenz

Für beide Ludwigsburger Clubs steht der Abschied aus der Bundesliga der Lateinformationen fest – Heimspiel genießen

Strahlende Konkurrenz: Die TSG Backnang setzt sich in der Tabelle vor den TCL und TSC Residenz. Archivbild: Baumann.
Strahlende Konkurrenz: Die TSG Backnang setzt sich in der Tabelle vor den TCL und TSC Residenz. Archivbild: Baumann.

Ludwigsburg. Schon vor dem Heimspiel heute (18 Uhr) in der Rundsporthalle ist der Abstieg praktisch besiegelt: Der 1. TC Ludwigsburg und der TSC Residenz Ludwigsburg werden sich wohl oder übel zum Saisonende aus der Bundesliga der Lateinformationen verabschieden müssen.

Nach drei von fünf Bundesliga-Durchgängen können der TCL (Siebter) und der TSC (Achter) die letzten beiden Plätze im Achterfeld nicht mehr los werden. Besiegelt wurde dies kürzlich beim Wettkampf in Bremerhaven, wo sich erneut die TSG Backnang Rang sechs, also den ersten Nichtabstiegsplatz sicherte.

An der Waterkant kam erstmals in der Latein-Bundesliga das neue Wertungssystem zum Einsatz, bei dem die Juroren in vier Kriterien Punkte vergeben. Backnang erhielt 27,250 Zähler, dahinter folgten der TCL (26,209) und der TSC (24,958). „Das Duell zwischen Backnang und Ludwigsburg hätte auch anders ausgehen können. Dass es jetzt so deutlich ist, enttäuscht uns, aber dieser Situation müssen wir uns stellen“, warf Matthias Fohrer, TCL-Vizepräsident für Leistungssport, einen realistischen Blick zurück.

Ob Platzziffern oder Punktwertung, für TCL-Trainer Alexander Schwaderer bleibt es eine subjektive Angelegenheit: „In Bremerhaven kamen Wertungen zustande, die so nicht nachvollziehbar sind.“ Auch Klaus Pätzold, der Coach des TSC Residenz, steht dem neuen System skeptisch gegenüber. Heute geht es zurück zur alten Version: Jedes Mitglied des Expertengremiums wird jeder der acht Mannschaften eine Platzziffer für den Gesamteindruck zuordnen. Die Diskussionen werden weitergehen, sie sind so alt wie der Tanzsport. Ungeachtet der nicht realisierten Saisonziele freuen sich beiden Ludwigsburger Formationen auf die Gala vor vollen Rängen. „Es wir eine Superatmosphäre. Es geht einfach darum, das zu genießen und zwei richtig gute Durchgänge zu tanzen“, gibt Schwaderer seinen Schützlingen mit auf den Weg.

Kollege Pätzold, der in Bremerhaven verletzungsbedingt nur sieben statt acht Paare aufs Parkett schicken konnte, hofft natürlich, dass in der Rundsporthalle wieder sein komplettes Team zur Verfügung steht. „Wir sind gut drauf. Wir wollen unsere bestmögliche Leistung zeigen“, verspricht Pätzold einen konzentrierten und schwungvollen Auftritt der Residenz-Formation. Zumal die schwäbischen Fanblöcke sowie Fans aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen auch auf den Zuschauerplätzen für lautstarken Betrieb sorgen werden.

Dass das 1. TSZ Velbert mit drei Siegen in den ersten drei (von fünf) Durchgängen die langjährige Dominanz des Grün-Gold-Clubs Bremen gebrochen und die Wachablösung erzwungen hat, bringt frischen Wind in die Latein-Szene. Die Vorträge dieser beiden Mannschaften versprechen ein hohes Maß an tänzerischem Können, Tempo und Bewegungsfreude.

Ein besonderes Schmankerl serviert der TCL den Besuchern. Seine Standardformation, die am Wochenende keinen Wettkampf auf dem Plan hat, will beim Showauftritt in der Rundsporthalle am Samstagabend alle Register ziehen.

Bundesliga Lateinformationen: TSZ Velbert, Grün-Gold-Club Bremen, TSG Bremerhaven, FG Aachen/Boston Club Düsseldorf, Blau-Weiß Buchholz, TSG Backnang, 1. TC Ludwigsburg, TSC Residenz Ludwigsburg.

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