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Tanzen

TCL baut Formation vor WM um

Vor der Weltmeisterschaft am Samstag in Pecs zog Trainer Norman Beck die Reißleine. Er nahm drei Tänzer aus der Mannschaft, drei erfahrene Rückkehrer sollen der Standardformation des 1. TC Ludwigsburg in Ungarn mehr Halt geben.

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Macher der Standardformation: Dagmar und Norman Beck beim Bundesliga-Heimspiel im Januar in der Rundsporthalle. Archivfoto Baumann

Ludwigsburg. Für Daniel Kanchev, Thorsten Stolze und Richard Stromer, die beim Gewinn der Silbermedaille bei den deutschen Titelkämpfen am 10. November noch im Team standen, reaktivierte der 1. TC Ludwigsburg die Standardtänzer Manuel Weber, Yannick Kersting und Patrick Esch für seine Formation. Dieses Trio hat sich bereiterklärt, kurzfristig für die internationale Bewährungsprobe einzuspringen und bei der Weltmeisterschaft im ungarischen Pecs morgen zu tanzen.

Rivalen auf Distanz gehalten

Trotz großer Personalsorgen aufgrund von Krankheit und Verletzungen hatten sich die Ludwigsburger hinter Meister Braunschweig auf nationaler Ebene den zweiten Platz gesichert und den Rivalen aus Göttingen auf Distanz gehalten. Mit der Leistung war Trainer Beck jedoch nicht zufrieden und sah sich zu Veränderungen gezwungen.

Weber, Kersting und Esch sollen der Formation mit ihrer Erfahrung zu größerer Homogenität und besserer Synchronität verhelfen.

Esch schreitet mit Maria Novikova aufs Parkett, Weber tanzt an der Seite von Laura Hornbacher, Kersting nimmt den Platz neben Melissa Schenk ein. „Es ist nur eine Interimslösung für die WM“, betont Beck. Für die Bundesligasaison, die mit dem Heimspiel am 12. Januar 2019 beginnt, werden die Karten neu gemischt. Stolze und Stromer bleiben weiterhin an Bord, Kanchev hat den TCL verlassen.

Am vergangenen Wochenende wurde ganz intensiv gearbeitet, acht Stunden am Samstag und acht Stunden am Sonntag. Die drei Rückkehrer griffen auf ihren angestammten Positionen ins Geschehen ein, was das Zusammenspiel erleichterte. „Es geht ein Ruck durch die Mannschaft, ein Aufatmen“, hat Beck registriert, der sich in Ungarn keine Blöße geben will.

Die ersten beiden Plätze bei der WM dürften zwar für Titelverteidiger Vera Tyumen und den deutschen Meister Braunschweiger TSC reserviert sein. Aber im Kampf um die Bronzemedaille wollen die Ludwigsburger ein Wörtchen mitreden.

Tyumen vor Braunschweig und Ludwigsburg – so lautete die Reihenfolge auch vor einem Jahr. Dahinter folgten im Finale Triumph UFA (Russland), DSV Dance Impression (Niederlande) und Szilver TS Egyesület (Ungarn). Die Schwaben müssen sich auf ein hartes Ringen mit den Verfolgern einstellen.

Nach dem Abschlusstraining am Donnerstag wird die TCL-Reisegruppe heute um 6.50 Uhr von Stuttgart nach Budapest fliegen. Von dort führt die Tour per Bus nach Pecs, die 145 000-Einwohner-Stadt nahe der kroatischen Grenze. Nach dem Wettkampf am Samstag wird die TCL-Crew den Sonntag beim Sightseeing in Budapest verbringen. Der Rückflug ist für Montag gebucht – hoffentlich mit Edelmetall im Gepäck.